Die Zeichen stehen auf Herbst (von Benjamin Kessenich)

Benjamin Kessenich
fangmeldung@naturebaits.de
26. Okt. 2018

Man möchte es bei der Wetterlage der letzten Wochen eigentlich noch nicht so wirklich wahr haben, aber wir stecken nun in Mitten der heißesten Phase des Jahres.

(Ein Anblick von dem ich nie genug bekommen werde, diese Farben erinnern an fischreiche Nächte).

Es sind eben diese kommenden 8 bis 10 Wochen welche eine gute Saison zu einer unvergesslichen machen, oder eben eine Saison zum vergessen noch einmal retten können. Aber auch fernab der nassen Slings und vollen Matten ist diese Jahreszeit wohl die magischste des gesamten Jahres.

(Noch schweigt er, aber dank guter Vorbereitung nicht mehr lange).

Selten bin ich vor Einbruch der Dunkelheit am Wasser, aber wenn dann morgens die Sonne durch die dichten Nebelschwaden bricht und man aus einigen Kilometern Entfernung bereits die ersten Kraniche auf ihren Weg nach Süden ziehen hört, dann sind es jede Mühen des Abends wert. Wenn man nun auch noch bereit ist etwas Zeit in den Aufbau eines Platzes zu investieren, dann hat man alle Voraussetzungen geschaffen um wahrhaft magische Nächte zu erleben.

(Auch die Tiere über Wasser merken die Veränderung).

Umso später das Jahr ins Land geht, um so routinierter werden meine Abläufe und meine Gewohnheiten. Greife ich das Jahr über gerne mal auf Partikel oder fruchtige Köder zurück, so stehen im Herbst alle Zeichen auf Fischmehl.

(Fallendes Laub, sinkende Temperaturen. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein).

Der Karpfen braucht nun Energie und Power für die anstehenden kalten Monate. Somit sind es meiner Erfahrung nach immer wieder die Futterplätze welche mit Fischmehlbollen angelegt wurden, welche nicht nur die meisten und oft auch die größten Karpfen hervorbrachten, sondern welche am konstantesten bis tief in den Winter hinein verlässlich Bisse brachten.

(Gutes Futter wird immer den Unterschied machen und sich auszahlen).

Ich bereite meine Plätze gerne mit 20 und 16 mm Ködern vor, bevor ich dann in der Regel zwischen 12 bis 7 Grad Wassertemperatur ausschließlich auf 16 mm zurückgreife. Nun sind die Weißfische nicht mehr so aktiv und die kleinen Baits werden gerade von den größeren Karpfen viel bedenkenloser eingesaugt.

(Große Fische auf konstanten Futter, es funktioniert jedes Jahr aufs neue).

Ich behalte das ganze Jahr über die Wassertemperatur stehts im Auge, denn sie wird mir mein weiteres Vorgehen bzgl. meines Futters vorgeben. Ab dem Moment, indem sie unter 6,5 Grad fällt, befinden wir uns im Übergang zwischen der Boilie und der Pasterzeit. Tja, der Paster....

Eine Angelei welche bisher noch viel zu sehr vernachlässigt worden ist, aber dazu später im Jahr mehr.

(Auch in Frankreich bekommen die Jungs nun ordentlich Hunger).

Nun wünsche ich uns allen erst einmal ein erfolgreiches Saisonfinale. Genießt sie, die geilste Zeit des Jahres !

Autor

Benjamin Kessenich

Geboren am 18.07.1986

Ist gelernter Anlagentechniker im Bereich Heizung Klima und Lüftungstechnik. Als Benni vor mehr als 30 Jahren das Licht der Welt erblickte und sein Vater Ihn nur wenige Wochen später das erste Mal mit ans Wasser nahm, muss das etwas ausgelöst haben was in den Folgejahren durch Erziehung und Maßregelung nicht mehr weg zu bekommen war.

Eine leidenschaftliche Besessenheit, die sich mit den Jahren vom Feedern übers Forellen bis hin zum Raubfischangeln entwickelte. Während eines Hollandurlaubs 2001 kam dann der Bruch, der erste Boiliekarpfen glitt über den Kescherrand! Von diesem Tag an gab es für den gebürtigen Rheinländer nur noch eine einzige Fischart. Heute befischt er alle möglichen große wie kleine, stehenden wie fließenden Gewässer rund um den Köln/Bonner Raum.

Jedoch zieht es Ihn immer wieder im Jahr, ob alleine oder mit Gleichgesinnten, auch an die Flüsse und Seen Frankreichs. Ständig auf der Suche nach diesem einen Moment, dieser einen Sekunde die einen Angeltag unvergesslich macht.

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