Stay tuned (von Stefan Hajdinyak)

Stefan Hajdinyak
fangmeldung@naturebaits.de
20. Okt. 2018

Immer mal ne Nacht raus lautet meine Devise für den Herbst. Trotz der spätsommerlichen Temperaturen häufen sich langsam die Fressphasen der Karpfen.Aber nicht nur die Karpfen haben Hunger…

Auch die Weißfische sind bei mir im Moment besonders aktiv und schlagen sich die Bäuche am liebsten mit Dickenmittelboilies voll.

Klar, sind halt lecker… Ein paar Weißfischbisse nehme ich zurzeit bewusst in Kauf, denn sie sind für die Karpfen ein unverwechselbares Signal- Da gibt’s was Gutes zu Fressen! Der Futterneid tut dann sein Übriges.

(Da stehen die Fische! Sommerfeeling Anfang Herbst.)

Nichtsdestotrotz versuche ich natürlich die Zahl der Weißfische an meinen Haken weitestgehend zu minimieren. Jeder hat da seine eigenen Taktiken, ich beispielsweise verwende schwerere Bleie und verlängere den Haarabstand, weil sich dadurch die kleineren Weißfische generell schwerer haken und die Montage eher am Platz bleibt.

Da der Haken meist nicht mit eingesaugt wird, wird der Köder einfach wieder aus dem Maul gezogen. Als Köder setzte ich auf Altbewährtes, nämlich Weightless Hookbaits, kombiniert mit Lightning Pop Ups. Das hält bombenfest, auch über mehrere Tage. Die Montage soll schließlich auch noch für den Karpfen einsatzbereit sein.

(Perfekt abgestimmt! Mehr braucht man nicht.)

Letztes Wochenende war es dann wieder so weit. Ruten abgelegt und gesoakte Dickenmittelboilies darüber. Das klappt und man muss nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Kurz vor Mitternacht die erste Aitel…Naja, damit hatte ich gerechnet.

Um 4 Uhr dann eine Brachse, so groß wie ein Klodeckel.- Fast vergessen, dass die auch noch da sind, als ich den Fisch wie einen nassen Fetzen ohne Widerstand an Land zog. Ich war leicht genervt und müde, aber die Rute musste wieder raus.

(Klasse Sonnenaufgang, im Herbst da hat die Sonne eben nicht mehr so viel Kraft.)

Es war knapp 11 Uhr vormittags als sich der Bissanzeiger erneut meldete. Diesmal mit einem schönen Dauerton. Endlich konnte ich einen Karpfen abheben und es war sogar ein Guter.

(Erster Spiegler jenseits der 20 kg Marke. Fett.)

In dieser Manier ging es dann weiter, denn noch zwei weitere schöne Spiegler fanden den Weg in meinen Kescher. Beide wieder auf Weightless Hookbait, kombiniert mit einem Yellow lightning Pop Up über ein paar Dickenmittelboilies.

(Ich liebe diesen dicken Kreaturen. Jeder ein Unikat.)

In der letzten Nacht ging es dann noch ordentlich zur Sache, die Weißfische waren zwar kurzeitig am Platz, blieben mir aber am Haken erspart. Innerhalb einer Stunde hat es dann noch ordentlich geklingelt und ich konnte noch diese zwei gewichtigen Gesellen auf der Habenseite verbuchen! - Echt Mega.

(Es muss nicht immer ein Foto bei bestem Licht sein! - Fettes Teil mit schönen Perlschuppen.)

(Auch Nachfotos haben was für sich…Dickenmittel läuft.)

So ging das Wochenende wieder dahin, aber durchaus sehr erfolgreich.  

Ob der ganz Dicke heuer noch kommt?

Wir werden sehen…. Euer Stefan

Autor

Stefan Hajdinyak

geboren am 26.01.1988, ist Jurist und angehender Wirtschaftstreuhänder aus der schönen steirischen Landeshauptstadt. Neben Job und Angelei ist Stefan auch in einem Sportverein aktiv und kümmert sich dort um die Nachwuchsarbeit. Bereits seit frühen Kindertagen beangelte Stefan diverse Teiche und Seen, ehe er die Karpfenfischerei für sich entdeckte.

Mittlerweile ist Stefan passionierter Großfischjäger und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen im In- und Ausland. Seine bevorzugten Gewässer sind große Naturseen und Schottergruben - am besten mit dem einen oder anderen Ausnahmefisch darin. Besonderes Augenmerk legt er - neben dem richtigen Köder - auf genaue Location und die perfekte Köderpräsentation, getreu dem Motto „Da trennt sich die Spreu vom Weizen“.

Ziele für die nächsten Jahre: Man arbeitet um zu leben und nicht umgekehrt, das heißt viel Zeit zum Angeln finden, nette Leute kennenlernen und hoffentlich so manche Sternstunde am Wasser erleben!

Verwandte Artikel

0 Kommentare