Alle Jahre wieder - Laichzeit!... (von Josef Dohr)

(Wenn die Kröten ihr Liebesspiel beendet haben, beginnt langsam für mich die Zeit...)

 

Wer kennt das nicht, wenn die ersten Sonnenstrahlen die flachen Bereiche im See erwärmen und sich alle Arten an Fischen dort einfinden und sich sonnen? Ja genau dann schrieben wir richtig Frühjahr und ich wette nicht nur bei mir fängt dann spätestens das richtig Kribbeln an. Also schnell Zeug ausmotten und angeln gehen…

 

Ich habe zum Glück 2 Gewässer zur Auswahl, die so richtige Frühjahrsgewässer sind. Eines in dem man schon relativ früh im Jahr zum Erfolg kommen kann und ein anderes das nach und nach in Bewegung kommt. Obwohl schon im zeitigen Frühjahr etwas gehen kann, verweile ich meist erst gegen Ende April zum ersten Mal am Wasser, um dem launischen Frühjahr mit seinem Auf und Ab aus dem Weg zu gehen.

 

(Mit dem Futter braucht man im Frühjahr immer ein glückliches Händchen...)

 

Dieses Jahr ging es sogar schon etwas eher ans Wasser, den Ende April stand ja die IBCC mit Jan auf dem Programm. Der Zeitpunkt schien mehr als optimal gewählt. Für mich war es eine unfassbare Nacht, denn an Schlafen war nicht zu denken.

 

Just an diesem Wochenende waren die Fische im Fressrausch, der Wind blies seit 2 Tagen in diese eine Ecke, dort waren scheinbar alle Fische vom See zusammen gekommen. Mein Glück, dass niemand sonst an diesem Tag am Wasser war, so hatte ich freie Spotwahl und konnte ungestört meine Ruten verteilen.

 

(Was für ein Einstand...)

 

Das Ergebnis war 19 Fische in nur 14h Angelzeit! Ich kann nur eins sagen, so platt war ich noch nie! Zeitweise waren alle Ruten aus dem Wasser, Chaos pur! Ich fütterte Groundbait vermischt mit Tigers, Mais und verfeinerte das Ganze mit Liquid. Gefischt habe ich mit Fresh Water `n` Squid Boilies mit Lightning Pop Ups als Schneemann. Natürlich ließ ich es mir auch nicht nehmen den jetzt schon legendären Paster gefüllt mit Dickenmittelteig auf einer Rute anzubieten.

 

(Paster mit Dickenmittel – der Wahnsinn!...)

 

Die Fische wurden speziell durch den Groundbait so richtig wild, oft lief die Rute schon beim Zurückrudern ab. Beim ersten Mal hatte ich natürlich den Kescher nicht mit im Boot. Also hieß es Bremse öffnen und schnell den Kescher holen… Wer nimmt den schon zum Ruten auslegen einen Kescher mit??? Ich jetzt in Zukunft schon!

 

(Nur das Beste aus der Halle voll Staub habe ich mit dabei...)

 

Nach diesem Erlebnis ging es zur IBCC und ihr habt sicher auf FB mitverfolgt, wie es uns ergangen ist. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter, da hilft auch einer der besten Plätze nichts, wenn die Fische nicht da sind. Trotzdem gingen wir nicht ohne Fisch nach Hause. Wir werden wiederkommen…

 

(Zurück ging es dann an meinen zweiten See...)

 

Danach waren die Bedingungen an meinem 2ten Gewässer auch perfekt. Die für mich magische 15 Grad Grenze war überschritten und ich begann dieses Mal etwas untypisch für mich, 2 Plätze vorzubereiten. Denn es ist dort etwas schwierig mehrere Plätze zu beanspruchen. Dort gibt es viele Angler und somit einen hohen Angeldruck.

 

Nach ca. 2 Wochen hatte ich Urlaub und wollte für 3 Tage dort fischen gehen. Zuvor hatte ich schon öfter mit Jan über die Green Granada gesprochen, dass die bei mir einfach nicht Laufen wollen, egal was ich machen würde. Jedoch sind genau diese perfekt für meine Angelei. Heben sich von den anderen eingebrachten Ködern erheblich ab und passen sich dem vorwiegend sandig schlammigen Boden an. Deswegen hielt ich auch an ihnen nach wie vor fest, denn oft wird Hartnäckigkeit belohnt.

 

(Es geht doch...)

 

Ich kann nur eins sagen, oft muss man über Dinge anscheinend schimpfen, das sie funktionieren!  Meine Hartnäckigkeit hat sich wieder mal bezahlt gemacht. Ein kleiner Schuppi ging in der ersten Nacht auf eine Joker Rute, die ich in der Nähe von aufgespürten Karpfen abgelegt hatte. In der 2ten Nacht kam es dicke. Wie aus dem Nichts kam in der Dämmerung ein brachialer Run auf meine Ufer-Rute. Nach langem hin und her und Kampf vor Ästen und einem Baum konnte ich ihn für mich entscheiden. Ein richtiger Brummer mit fast 1m Länge lag anschließend in meinem Netz, Hammer!

 

(Die Freude ist mir aufs Gesicht gebrannt...)

 

Doch es kam in der Nacht noch dicker. Ein weiterer Vollrun riss mich aus meinem tiefsten Schlaf. Prompt war ich vor lauter Eile von der Liege gefallen und beim hin zur Rute Rennen verlor ich Brille, einen Schuh und meine Jacke. Gott sei Dank habe ich die Stirnlampe nicht verloren. Danach ging es ab ins Boot und nach einer gefüllten Ewigkeit konnte ich einen weiteren Maibock, wie Volker sie nennt erlegen und auf der Habenseite verbuchen.

 

(Was für ein Fisch, ich sag nur Fuffi … ole-ole...)

 

(Abermals auf die Green Granada Boilies!...)

 

Ich weiß, was ich in Zukunft zumindest auf einer Rute fischen werde ;-) In diesem Sinne, eine schöne Zeit am Wasser, fangt was!

 

Josef

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