Doppelboilie - Stiffrig-Meister... (von Andreas Heinz)

(Was ich da sah gefiel mir sehr...)

 

Anreise...

 

Ende Oktober ging es in den lang ersehnten Herbsturlaub zum Fischen. Mit einem bis unters Dach vollgepackten Auto fuhr ich um 3 Uhr in der Früh endlich los in Richtung Südfrankreich. Im Innenraum meines Karavans machten sich die Aromen von Bloodworm und GLM Boilies breit, es roch nach Erfolg. Trotz der langen Anfahrt war die Vorfreude auf das Neue und Unbekannte groß.

 

(Erst im letzten Tageslicht erreichte ich den See...)

 

Im letzten Tageslicht erreichte ich mein Ziel. Daher beschloss ich, erst einmal eine Mütze voll Schlaf zu nehmen. Am nächsten Morgen war ich bereits sehr früh morgens auf dem See um mir einen Überblick zu verschaffen. Was ich da sah gefiel mir sehr, Wald rund um den See, Schilf, Seerosenfelder, Wassertiefen bis 4,5 Meter, 17° C Wassertemperatur und 22°C Außentemperatur. Ich blickte über das große Wasser und dachte „Anglerherz was willst du mehr“.

 

(Südfrankreich, 22°C Außentemperatur, 17° Wassertemperatur und bis zu 4 Meter tiefes Wasser. „Anglerherz was willst du mehr“...)

 

Taktik...

 

Die Ruten legte ich, wie immer wenn ich ein neues Gewässer erkunde, in verschiedenen Tiefen ab und fütterte für den Anfang je Rute nur ein paar Hände Boilies. Schon die erste Nacht brachte mir einen Fisch. Das war wie im Musterbuch für Angeltrips – lach -. Der Biss kam auf 660 m Entfernung in 4 Meter Tiefe.

 

(In den folgenden Tagen bissen zahlreiche Fische...)

 

(...auf die eine Rute ganz weit draußen, beködert mit GLM Boilies...)

 

In den folgenden Nächten wiederholte sich das Spiel und meist ging die Rute, die ich am weitesten von meinem Camp entfernt mitten im See abgelegt hatte. Ich ruderte mir den Wolf und war mit der Stückzahl gefangener Fische auch wirklich sehr zufrieden, aber der erhoffte Großfisch blieb mir verwehrt.

 

(Ich ruderte mir den Wolf und war mit der Anzahl Bisse wirklich sehr zufrieden...)

 

(...aber der erhoffte Großfisch blieb leider aus...)

 

(Eine herrliche Stimmung umgab den See am letzten Abend vor dem Gewässerwechsel...)

 

Gewässerwechsel...

 

So beschloss ich, für die letzten sechs Nächte und vor Allem, um die Heimreise etwas zu verkürzen, ein neues Gewässer im Norden anzusteuern. Das Auto war schnell gepackt und ein paar Stunden später war ich am Ziel. Ich staunte nicht schlecht über das Klima im Norden, 22°C Außentemperatur und 15°C Wassertemperatur. Das Wetter war also kaum anders als im Süden. Verrückt!

 

Egal, neues Wasser neues Spiel. Nach ausgiebigem Loten hatte ich ein paar erfolgsversprechende Stellen im Blick. Vor Allem ein großes Krautfeld mit verdächtigen krautfreien Korridoren in etwa 300 Metern Entfernung weckte meine Hoffnung. Schnell waren die Ruten ausgebracht und ein paar Kilos leckere Boilies gefüttert.

 

Auch am neuen Wasser ließ der erste Biss nicht lange auf sich warten. Nach einem Affentanz und unzähligen umgepflügten Krautfeldern dachte ich mir schon, was da in Kürze die Wasseroberfläche durchbrechen wird. Welsalarm! Auch der zweite Fisch war ein Wels und oben drauf kam kurz später noch eine Schleie.

 

(Wenn Welse und Weißfische aktiv sind dann ist weniger Futter manchmal mehr...)

 

(Diese Schleie wurde vom Wels geschnappt, kurz nachdem ich sie gehakt hatte, ich musste meine Strategie ändern...)

 

Bereits nach der ersten Nacht war mir klar, dass ich etwas ändern musste. Diesen Fehler hatte ich in der Vergangenheit, z. B. am Lac de Madine, schon mehrfach gemacht. Kurzer Hand versetzte ich alle Ruten um je ca. 30 Meter und fütterte fortan sehr sparsam eine Hand voll Green GLM oder Bloodworm Boilies. Denn wenn Welse und Weißfische aktiv sind, so meine Erfahrung, dann lockt viel Futter auch viel Wels und Weißfisch. In der zweiten Nacht blieben mir, dank meiner kleinen Änderung, wenigstens die Welse erspart und ich fing zwei Karpfen.

 

(Ich versetzte die Ruten und fütterte nur noch eine Hand voll GLM oder...)

 

(...Bloodworm-Boilies je Rute. Dadurch blieben mir schon einmal die Welse erspart...)

 

Aber ab und zu bissen noch Schleien. Da ich recht weit im See fischte und nicht ständig über meine Stellen schippern wollte montierte ich ein Stiffrig mit Doppelboilie und ließ den Haken weit vom Köder abstehen. Schon bei mehreren Trips mit Jan haben wir festgestellt, dass auf Stiffrigs in der Regel weniger Bisse erfolgen, am Ende unserer Trips meist jedoch mindestens genauso viele Großfische darauf gefangen worden waren.

 

(Da ich nicht ständig über meine Angelstellen schippern wollte montierte ich Stiffrigs mit Doppeboilie und ließ den Haken weit vom Köder abstehen...)

 

Eigentlich bin ich kein Fan von Stiffrigs, aber in manchen Situationen siebt man damit kleinere Fische aus, da diese schlicht gar nicht erst am Haken hängen bleiben. Fortan fing ich nur noch Karpfen, darunter auch weitere gute Fische. Die geringfügigen Änderungen hatten sich gelohnt.

 

(Die geringfügigen Änderungen hatten sich gelohnt...)

 

(Auch dieser Bulle kam auf das Stiffrig mit langem Haar...)

 

Probiert es doch mal aus, bei eurer nächsten Tour.

 

Grüße Andi

 

 

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