Von Sommer-Beanies und Unwettern... (von Marco Krauth)

(Sommer, Sonne und - genau dicke Fische...)

 

…Wir Ignorierten die Wetterapp, vorerst. Wir waren absolut nicht in der Stimmung die Brollys über die Liegen zu werfen. Eingeengt, eingepfercht – nein die Freiheit wollten wir spüren! Denn was gibt es besseres als unter dem sternenklarem Himmel zu schlafen? Schwere Unwetter gepaart mit viel Regen sollten am Abend über uns hinwegziehen. Egal, erst einmal abwarten was passiert!

 

(Leichtes Gepäck, alles was man so braucht...)

 

Die ersten vier Tage des Trips herrschte bestes Wetter. Sonnig und mild, wie man es sich bei einem Frankreichtrip nur so wünschen kann. Da kommt solch eine leichte Abkühlung durch ein Gewitter gerade zur rechten Zeit. Zumal das aus meiner Erfahrung heraus die Fangchancen in der Regel nochmal anhebt.

 

(Beschweren konnten wir uns bei solchen Karpfen ja nicht...)

 

(…auch wenn es war brütend heiß war... Ein typischer Sommer in Südfrankreich eben...)

 

Die Fangausbeute sprach Bände. Ganze 30ig, in Worten „Dreißig“ Karpfen in nur vier Tagen! Darunter der ein oder andere Vierziger. Einfach der Wahnsinn… Es „Lief bei uns!“ könnte man sagen. Die Fische hatten sich voll auf die Bloodworm-Knicker eingeschossen. Wir waren auf der Siegerstraße...

(Sprich ein perfekter Urlaub...)

 

(Alle ließen sich die Bloodworm Boilies schmecken...)

 

Als schließlich die Dämmerung einsetzte, begann der Wind aufzufrischen. Am Horizont, zogen wie aus dem Nichts dunkle Wolken auf und man konnte in der Ferne das Grollen des Donners auf uns zukommen hören. Krass wie schnell solche Sommergewitter einsetzten.

 

(Es war echt Wahnsinn!!! Dreifach Läufe waren mit Inbegriffen...)

 

Wir spannten doch noch unsere Schirme auf. Es muss ja nicht alles nass werden. Der Unterschlupf wurde mit drei Heringen fixiert, das sollte doch genügen! Kaum standen die Behausungen, wurde erst einmal die Kamera gezückt und draufgehalten.

 

(Schnell noch eine leckere Stärkung, bevor es losgehen sollte...)

 

Nach einer halben Stunde war die Gewitterfront nahezu bei uns. Blitze, Donnergraulen im ständigen Wechsel und sehr tief hängende Wolken, ein richtiges Gewitter eben. Als die ersten Tropfen auf die Schirme prasselten, saßen wir bereits auf den Liegen und beobachteten das Treiben. Plötzlich nahm der Wind massiv zu, es hörte sich an, als würde ein Transrapid direkt hinter uns durch die Wiese schießen.

 

(Das Unwetter hörte sich gewaltig an...)

 

Sofort kramten wir Buben noch ein paar Heringe und die Fronten raus und versuchten diese zu installieren. Benny schaffte es gerade noch, bei mir war es leider zu spät. Die Heringe bekam ich zwar noch in die Erde, aber so wie ich sie rein drückte riss es diese wieder aus dem Erdreich. Vergebens umklammerte ich den Schirm, der sich dann aber unaufhaltsam den Weg in die Lüfte bahnte und kurz vor dem Wasser am Ufer einschlug.

 

Ich hechtete meinen Körper auf ihn und steckte ihn schließlich unter die Liege. Die Storm Poles, hatte es aus den Gewinden gerissen und obendrein komplett verbogen. Das Gestänge war komplett in sich verdreht und zwei Löcher hatte es ebenfalls in die Schirmhaut gerissen. Der Rest blieb Gottseidank heile.

 

(Alles nass und obendrein im A**** - doch den Spaß ließen wir uns nicht nehmen...)

 

Mit halblebendigem Schirm machten wir dann einen Tag später den Amboss. Es ging an ein anderes Gewässer. Ein Massiver Stausee sollte das Ziel werden.

 

(Ein Plätzchen war schnell gefunden und alles eingerichtet...)

 

In einer der Unzähligen Buchten des Sees schmissen wir unsre Liegen an Land. hier würden wir die nächsten Tage bleiben, so der Plan. Außer die Fische würden nicht mitspielen. Jedoch als ich die erste Rute fahren wollte, sah ich ganz Ufer nah einige sonnende Karpfen ganz dicht unter der Oberfläche.

 

(Schnell noch ein bisschen das Futter angepimmt, um die sonnenbadenden Fische auch zum Anbiss zu überreden...)

 

Direkt verteilte ich zwei Hände Bloodworm-Kugeln und ein paar Nüsse, dann legte ich die Rute ab. Keine zehn Minuten später hing schon der erste am Band. Leider verlor ich ihn bei seiner wilden Flucht. Jedoch wussten wir gleich, dass wir hier richtig sitzen würden. So kam es auch und es folgte Fisch auf Fisch.

 

 

(Und was für geile, darunter wieder eine Menge Spiegler...)

 

(Stärkung muss sein, egal ob lecker Abendessen...)

 

(…oder der Kaffee am Morgen...)

 

Auch an unserem neunen Gewässer suchte uns das ein oder andere Gewitter heim. Allerdings saßen wir dieses Mal relativ geschützt. Der Wind spielte uns keinen Streich mehr.

 

 

(Die anhaltenden Gewitter und Stürme kühlten die Luft ziemlich runter...)

 

(Die Fische verfielen in einen wahrhaftigen Fressrausch...)

 

(…Geil war´s...)

 

Gerade als das Gewitter direkt über uns tobte, lief die Hotrod ab. Kurz haderte ich mit mir, wirklich da raus und einen Fisch zu drillen. In meinem jugendlichen Leichtsinn zog ich mir die Pudelmütze über, da es recht kalt geworden war. Vom Ufer aus versuchte ich den Karpfen zu drillen. Doch dieser hing nach wenigen Kurbelumdrehungen irgendwo am Grund fest.

 

Mir blieb also nichts anderes übrig, als mit einem unguten Gefühl in die Banane zu steigen und den Fisch vom Boot aus zu drillen. Eigentlich sollte man in solch einer Situation nicht aufs Boot, jedoch blauäugig wie ich in diesem Moment war, fand ich mich kurze Zeit später mit gebogener Rute und freiem Fisch im Drill wieder. Es ging alles gut und der Lohn für die Mühen war ein krass langer Zeiler.

 

(Der Zeiler in voller Pracht...)

 

Leider ging auch hier an diesem grandiosen Gewässer die Zeit viel zu schnell vorüber und wir machten uns im „Combinato“ auf in Richtung Heimat.

 

(Bloodworm for the Winner...)

 

Bis demnächst...

 

Cheers Marco.

 

 

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