Verrückt nach Abenteuer… (von Peter Kölble)

(Verrückt betiteln mich viele und so langsam glaube ich selbst daran...)

 

Doch die unendliche Lust an Abenteuern treibt mich voran. Das Unbekannte entdecken, fühlen und erleben. Ich habe in den letzten Jahren meine Fischerei grundlegend neu definiert. Ich will gar keine Infos mehr über den Fisch und dieses Gewässer um dann dort fischen zu gehen und zu wissen der Dicke mit 28Kg ist ein Spiegler, hat eine große Schuppe auf der rechten Flanke.

 

(Mir genügen solche Karpfen, welche die noch keine Namen tragen...)

 

Sie wird immer auf dem Plateau am Anfang des Badebereiches gefangen. Setz dich hin werfe ne Woche lang Boilies rein und du wirst ihn haben denn es ist eine Fressmaschine. Wo bleibt denn da noch der Nervenkitzel, die endlosen Gedanken welche einem während eines Drills durch den Kopf schießen. Das was unser Hobby doch auch zu einem Teil ausmacht. Und so fuhr ich für ein paar Tage Blindwegs nach Frankreich.

 

(Neue Ufer, für mich ungesehene Fische – „Nowhere“ wollte ich sein...)

 

Ein großer Stausee von dem ich bisher kaum etwas gehört hatte war mein Ziel. Was dort schwimmt war mir egal Hauptsache raus und ein paar Tage fischen gehen. Mir gefiel der See auf den ersten Blick, doch nicht nur mir. Am See tummelten sich ca. 30 Angler aus ganz Europa. Doch die meisten nur in einem Teil des Gewässers. Worauf hin ich mir einen Platz fern ab der Masse suchte und auf 4 verschiedene Taktiken setze.

 

(Alles dabei um die Attraktivität zu steigern und folgende Taktiken wendete ich an...)

 

1.Viel Futter bestehend aus Partikeln und Boilies

2.Einen fischigen Platz gefüttert mit GLM´s und Bloodworms in verschiedenen Größen

3.Einen fruchtigen Platz mit einem Mix aus allem Süßen was das Hause zu bieten hat.

4.Und einem reinen Partikel/ Teig Platz.

 

(Ich war gespannt ob sich trotz der Menge an Natürlicher Nahrung auch Karpfen fangen ließen...)

 

Alles war perfekt, es biss wie die Sau. Leider waren es Beifänge. Die Welse und Brassen machten mir zu schaffen und so beschloss ich nichts mehr zu füttern und lediglich Single Hook oder eine Hand voll Boilies zu füttern. Am Morgen kam dann der erste Karpfen und was für ein Kämpfer, die Taktik schien aufzugehen und ich konnte im Laufe des Tages noch zwei weitere verbuchen.

 

(Der erste Karpfen aus einem neuen Gewässer – immer etwas Besonderes...)

 

(Gerade am Shooten und schon wieder rennt einer ab – wenn sie da sind geht es Schlag auf Schlag...)

 

Die Nacht brach herein und Petrus öffnete seine Pforten, ein Unwetter der Weltuntergangsstimmung gleich kommend. Sturzbäche rissen tiefe Gräben in den Boden, der Wasserstand stieg fast einen halben Meter und mit ihm fiel die Temperatur des Wassers um ganze 7 Grad. Die nächsten zwei Tage konnte ich trotz Moves nicht mal mehr Brassenbisse verbuchen.

 

(Der Morgen nach dem Sturm, das Wasser dampft wie im Frühherbst, die Temperaturen sind deutlich in den Keller gefallen...)

 

(So schnell wie sie kamen gingen sie auch wieder...)

 

(Rätseln und Grübeln, mehr viel mir nicht mehr ein. Ein neuer Plan musst eher und das schnell hatten ja sogar die Unmengen an Brassen und Welsen das Fressen eingestellt...)

 

Das war mein Zeichen und ich machte mich auf den Weg. Weiter ging die Reise, doch wohin? Schließlich landete ich in Belgien an einem riesigen Sandsee welcher mit seinem glasklaren türkis schimmernden Wasser bestach, umsäumt von endlos wirkenden Sandständen eingebettet in einen Kiefernwald. Auch hier waren die Bedingungen alles andere wie gut.

 

(Gigantische Ausblicke früh morgens nach dem Drill eines kleinen Schuppies welcher mich aus dem Schlaf riss...)

 

Nachdem ich die Fische endlich gefunden hatte träumte ich schon von meinem ersten Belgier doch weit gefehlt. Ich folgte den Fischen jeden Tag in einen anderen Bereich des Sees und siehe da all die Mühen und Arbeit wurden belohnt und ich konnte ihn doch noch verbuchen meinen ersten Belgier wenn auch noch ein Baby doch die Freude darüber war enorm. Ein kleiner Yellow-Lightning mit etwas Groundbait am Rande einer Kiesbank unweit des Ufers entfernt war hier der Schlüssel zum Erfolg.

 

(Mein erster belgischer Karpfen und was für einer... Die Freude war riesig...)

 

(Ein weit gereister Gast aus Afrika, ihr scheint es hier ebenfalls sichtlich zu gefallen...)

 

Die Zeit „Lebewohl“ zu sagen war gekommen. Ich machte mich auf den Weg in Richtung Deutschland um hier mit all den Jungs Jan`s Geburtstag gebührend zu feiern. Er ließ es sich nicht nehmen und stellte eine Party zur Feier des Tages, welche einfach nur geil war. Aus ganz Deutschland, Frankreich, Österreich kamen die Gäste und bis in den Morgen hinein wurde gefeiert. Ich denke an dieser Stelle kann man nochmals ein mega Kompliment aussprechen und vielen Dank für alles im Namen aller.

 

(Urbane Muttis, gleich die ersten zwei waren richtige Unikate. Der Flair des Platzes...)

 

(…, die Mischung der Natur mit dem von Menschen erbautem. Ein neuer Einblick für mich...)

 

Doch wieso aufhören wenn es am Schönsten ist. Auf dem Rückweg nochmal zwei schnelle Nächte an einem mir unbekannten Kanal abhalten. Den Flair inhalieren und das Gegensätzliche zu den sonst so ruhigen in der Natur gelegenen Gewässern genießen. Immer mal was Neues ausprobieren, die Abwechslung suchen und einfach Fischen gehen. Das ist es was zählt und nicht nur die Größe, denkt mal darüber nach.

 

(Der sich langsam verschwindenden Silhouette hinter sehen...)

 

(Alles einfach nur geil. Fische in Fresslaune, Sonne scheint, Entspannung ohne Ende und gute Laune was braucht man mehr...)

 

(Mein letzter dieser Tour. Wieder einmal konnte ich viel sehen und noch mehr lernen. Ich freue mich schon auf das was dieses Jahr noch so kommen mag...)

 

Einen schönen und erfolgreichen Sommer wünsche ich euch allen.

 

Grüße Peter

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