Die letzten Wochen... (von Marco Beck)

(Was manchmal so alles am Haken hängt ;-)...)

 

Es ist sehr, sehr viel geschehen in den letzten, knapp 3 Monaten. Wen´s interessiert kann gerne mal rein lesen… Wen nicht – ja der lässt es halt bleiben! Es war September, mit seinen noch milden Temperaturen passend für eine große Feier. Ich durfte meine langjährige Freundin Denise zur Frau nehmen. Auf dieses berauschendes Fest mit enorm vielen Eindrücken folgte ein 4 wöchentlicher Aufenthalt in „Down Under“. Und wie der Name schon sagt, scheint dort echt alles verkehrt oder besser gesagt anders zu sein.

 

(Rote Erde zum Beispiel...)

 

Ende Oktober waren wir wieder heile zurück in den heimischen Gefilden. Wir trotzten all den Gefahren, welche in Australien so auf uns lauerten. Egal ob Würfelqualle, Red Back Spider, Taipan, Blauringkrake, Salzwasserkrokodilen aber auch den gefährlichen Strömungen und Buschbränden – um nur einig wenige zu nennen. Völlig geflasht von den unendlichen Eindrücken ging es wieder in den Alltag. Job, herbstliche Atmosphäre und natürlich ab an die Baggerseen.

 

(Erstmal die Hammer Dash checken und den Inhalt aufräumen...)

 

(Am Wasser begrüßte mich die kühle Luft und zog mir um die Nase...)

 

Aus den Gesprächen mit Freunden und Bekannten durfte ich erfahren, dass ich nicht wirklich etwas verpasst hatte. Komischerweise lief es im kompletten Oktober nicht wirklich an. Mal hier und dort wurde etwas gefangen, aber den richtigen Schub an Fängen gab es nicht. Also hatte ich alles richtig gemacht. Auf einmal riss mich mein Bissanzeiger aus einem Telefonat und alles ging wie gewohnt von statten...

 

(Ich hatte nichts verlernt...)

 

Die Tage verstrichen, das Wasser kühlte ganz langsam runter und mein Futter stellte sich langsam um auf kleinere Sämereien. Gerade dann wenn die Karpfen etwas träge werden sollte man auf kleine Köder wechseln. Die damit geschaffene größere Oberfläche besitzt mehr Anziehungskraft. Auch die gefütterten Bloodworm Boilies und meine Hakenködergröße verringerte ich auf 16mm. Meiner Erfahrung nach bekomme ich so mehr Anbisse...

 

(Hanf dient mir als sehr guten Reizgeber...)

 

(Auf die Rigs füttere ich eine Mischung aus Hanf, Groundbait angemacht mit Bloodworm Compound...)

 

Anfang November sollte es schließlich nochmal mit Freund Kim Hellmann nach Frankreich gehen. Die Konditionen hätten nicht besser sein können. Milder Südwestwind gepaart mit regenreichen Tagen. Fett – doch leider kam der Dämpfer als wir am Gewässer ankamen. Da der Wasserstand geschuldet durch die lange Regenfreizeit so gesunken war, wurde das Angeln verboten. Fuck...

 

(Plan B musste her – und den fanden wir auch...)

 

(Fleißig wie die Bienen wurden unsere Behausungen aufgestellt und die Ruten verteilt...)

 

Anschließend saßen wir im Wind, wurden zuvor ordentlich durchnässt und freuten uns einen Ast ab, als die ersten Bläbs aus der Funke kamen. Zweimal auf 300 Meter gerudert und jeweils eine gefangen Karausche später sah die Welt ein bisschen anders aus. Ernüchterung kehrte ein. Waren die eingesetzten kleinen Köder auch richtig gewählt? Oder sollten wir aufgrund der Weißfischaktionen doch auf größere Präsentationen wechseln. Wir entschlossen abzuwarten...

 

(Am kommenden Morgen hatte das Warten ein Ende...)

 

(Ein kampfstarker Schuppi war das Resultat...)

 

Die zwei Nächte im Nachbarland gingen im Nu vorbei. Wir hatten zwar nur diesen einen Karpfen gefangen dennoch fühlte ich mich glücklich. An der Grenze zu Deutschland änderte sich dieses Gefühl schlagartig. Was war denn hier los – ich fühlte mich wie bei der Einreise in die USA. Grenzkontrollen hatte ich hier schon ewig nicht mehr mitgemacht. Auf unser Fragen hin wurden wir über die schrecklichen Anschläge in Paris aufgeklärt...

 

(...Liberté...)

 

Allmählich kehrt der Alltag wieder ein, auch das Wetter passt sich den eigentlichen Novemberkonditionen an. Alles ähnelt einem tristen grau in grau. Die bunte Blätterschaar ist nur noch als Laubhaufen vorhanden, Väterchen Frost klopft an die Tür und die Schleusen bringen Unmengen an Regen hervor...

 

(Meine Angelei wird zurzeit geprägt von gemeinsamen Sessions mit guten Freunden – lecker Kochen steht auch immer auf dem Programm...)

 

(Felixé mit einem geilen Schuppi den er auf einen bei mir gemopsten Bloodworm Bollen fing - gegönnt...)

 

Der Dezember gestaltet sich als besserer Monat als die zwei davor. Die Karpfen scheinen durch die fallenden Temperaturen unter die 10°C Grenze endlich zum Mampfen angespornt zu sein. Auch die Buschtrommeln aus den unterschiedlichsten Kanälen und Medien bestätigen meine Erkenntnisse. Fast jeder konnte in den vergangenen Wochen seine Karpfen fangen.

 

(Nebel des Grauens – nein Nebel des Erfolges ;-)...)

 

Die ersten 3 Adventsonntage sind schon ins Land gezogen und bald stehen die Weihnachtsfeiertage an. Die Nächte werden zunehmend kälter und die Wärmflasche findet wieder ihren Bestimmungsort im Fußteil des Schlafsacks. Einzig die Feuchte könnte mir fern bleiben, denn mein Auto gleicht wieder wie einer Feuchtigkeitskammer. Wenn dann noch morgens die Scheiben von Innen gefroren sind wird es langsam ekelhaft.

 

(Egal, der Nikolaus brachte mir 3 Karpfen. Mal schauen ob es an Weihnachten auch so leicht klappen wird...)

 

Was noch zu sagen wäre – außer Frohes Fest, neun guten Rutsch und bleibt Gesund...

 

(Achtung, Feldwege können sehr matschig werden...)

 

(Vögel suchen die letzten Fressreserven...)

 

(Lächeln und Freude sollten trotz der schlimmen Geschehnisse ein jeden durchs Leben begleiten...)

 

Marco Beck

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