Dat war´s wohl bald… (von Chris Ackermann)

(Endlich mal wieder zusammen unterwegs...)

 

Mit einem „Bis gleich“ begaben wir uns auf unsere Liegen, Bootsmann sich auf sein lauschiges Plätzchen neben mir. Seit einer halben Ewigkeit hatten wir uns wieder gemeinsam am Wasser eingefunden. Marco und meine Wenigkeit hatten uns für diverse Besorgungen für unsere kleine Glühweinparty verabredet, und da meine Frau mir das „Ja“ gab die Nacht am Wasser zu verbringen zögerte ich nicht lange und fragte ihn ob er denn keine Lust hätte eine Nacht zusammen zu fischen…

 

(Romantik am Wasser...)

 

Er willigte freudig ein. Die Bedingungen waren an diesem Abend deutlich besser als die Wochen zuvor. Der Wind hatte den Weg nach Deutschland gefunden. Westwind, mild und wild. Wir bezogen einen Spot den wir schon öfter aufgesucht hatten, ein strategisch guter Platz an dem wir die unterschiedlichsten Stellen befischen konnten…

 

(Kaffeezeit...)

 

(Wer brauch schon herkömmliche Löffel wenn man sich welche schnitzen kann...)

 

Wir machten alles startklar, tranken ein zwei Tassen Kaffee und begaben uns nach köstlicher Unterhaltung in die Hejakisten. Mit der Nacht nahm der Wind an Stärke zu. Im Halbschlaf malte ich mir aus, was uns dieser Wind alles in die Maschen unserer Kescher zaubern würde als es plötzlich „ratsch“ machte. Bootsmann sprang auf und bellte, auch ich war hellwach. Der Wind hatte meinen Schirm zerlegt. Einfach so riss der Stoff der linken Seite.

 

(Da neigte sich meine Hütte dem Ende...)

 

Perplex fixierte ich meinen Schirm mit weiteren Heringen und Banksticks und lag fortan wach in meinem Bettchen. An Schlaf war nicht zu denken. Ich rechnete jeden Moment damit dass meine Hütte komplett davon flog. Außerdem piepten unsere Bissanzeiger im Sekundentakt, und das in unsensibelster Stellung. Äste flogen durch die Luft, eine meiner Ruten flog von den Banksticks, irgendwie war alles“ to much“, und das an unserem heimischen Pool, und nicht an irgendeinem „Männerwasser“ mit riesen Fläche. Nun ja, gegen fünf Uhr in der Früh ließ der Spuck nach, meine Augen fielen zu, und als ich diese wieder öffnete war Marco bereits auf Arbeit. Die Nacht hatte uns zwei „kleinere“ Schuppis beschert.

 

(Trotz des Sturmes und dem milden Westwind konnten wir „nur“ zwei Schuppis landen...)

 

(Marcos war ein wenig markant verschoben...)

 

Immerhin, wenn auch bei weitem nicht das, was wir uns ausgemalt hatten. Aber irgendwie passte diese Nacht zu all den anderen Sitzungen die Wochen davor. Irgendwann im Oktober schien alles wie tot. Die Bisse ließen nach, und wenn hingen meist nur kleinere Fische am Band. Eine Konstante war nicht zu erkennen, Fänge schienen Glücksgriffe zu sein in unserer Region zumindest.

 

(Auch die Wochen davor ließen die Fische auf sich warten, und wenn mal einer einen Fehler beging...)

 

(…waren sie meist doch sehr schnuckelig… Ein Foto waren sie mir dennoch Wert...)

 

(Ab und an waren die Fische auch mal besser...)

 

Ich hoffe dass die kommenden Wochen nochmal ein Schalter umgelegt wird, und die Fische noch einmal richtig Appetit bekommen ehe ich die alljährliche Winterpause einlege. Falls nicht kann ich doch auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück blicken, ganz zu schweigen von der Vorfreude auf die kommende…

 

(Aber da ein jeder einmal einen Glücksgriff verbuchen kann...)

 

(…blieb auch bei mir manchmal einer der Großen hängen...)

 

(Und wählte ich die Hakenköder noch so groß...)

 

(...die Fische interessierte das herzlich wenig...)

 

Euch allen ne schöne Wintersaison, und macht`s besser wie ich…

 

(Die Gesellen haben sich mittlerweile auch verzogen, Herbst ade… „Winter is coming!“...)

 

Chris Ackermann

 

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