Wenn alles blüht... (von Marco Beck)

 

Seit Tagen gibt es nur eine Richtung - nach oben! So zumindest die Außentemperaturen, aber auch die des Wassers steigen immer weiterhinauf. Doch im Gegensatz zur Pflanzen- und Tierwelt an Land, ist der Lebensraum unter der Oberfläche noch sehr karg. Außenherum zeigt Mutter Natur solangsam ihr schönstes Gewand. Überall entstehen wie aus dem nichts Farben als wäre die graue Zeit nie da gewesen. Blüten hier, satte grüne Blätter dort…

 

(Immer wieder aufs Neue bin ich erstaunt über den Wandel…)

 

Die Gänse und Enten tollen herum wie pubertierende Teenager. Die „stillen“ Nächte am Gewässer sind durchzogen mit ihrem Gekreische und Herumgetobe. Hier und dort spritzt das Wasser durch das aufgescheuchteFedervieh. Das Balzgehabe trägt auch schon mancher Orts Früchte. Nicht nur warmgehaltene Gelege sondern auch den Nachwuchs sieht man schon.

 

(Sind sie nicht niedlich?)

 

Angelockt durch die ersten herrlichen und sehr starken Sonnenstrahlen ziehen schon die Hechte in ihre Laichregionen. Was ich schon für Kaliber gesehen habe – man es wird Zeit, dass die Schonzeit der Vergangenheit angehört.Auch die lurchartigen Zeitgenossen sind beim, oder haben ihr Liebesspiel längst vollzogen. Leckere Laichfäden zieren die flachen Ufervegetationen in den Gewässern. Wenn man in der Dämmerung Ausschau hält, kann man auch die ein, oder andere Kröte erspähen.

 

(Kröten, für mich ein perfekter Frühlingsboten.)

 

Aber kommen wir mal zu den Karpfen. Viele Fische konnte ich schon auf diversen Bilden in sozialen Netzwerken bestaunen, auch ich hab schon den ein oder anderen gefangen. Doch es läuft nicht richtig rund. Die Kontinuität fehlt noch. Die Wassertemperaturen sind an meinen Gewässern noch um die 10 Grad herum. Die Fische fressen zwar, aber dieses Zeitfenster ist recht klein. Die restliche Zeit dümpeln sie in tieferen Wasserabschnitten herum.

 

(Ein Indiz hierfür sind auch noch die vorhandenen Fischegel.)

 

Kanten zum Flachwasser, die seichten Zonen selbst oder Totholz sind perfekte Stellen um einen Frühjahrsangriff vorzunehmen. Wenn man genau an diesen Stellen nun etwas Futter einbringt, kann man die ersten zaghaften Anbisse verbuchen. Mit der Zeit baut man so eine Futterstelle auf, die bis zur kommenden Laichzeit laufen kann. Vorausgesetzt man bleibt am Ball und springt nicht immer von A über B zu C…

 

(Auch Brassen können Vertrauen in die Futterstelle schaffen! Hauptsache es hat etwas gezuppelt…)

 

Wenn man durchhält und immer weiter seinem Plan verfolgt, dann kann man sich sichersein, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich Erfolg einstellt. Kleine Köder gepaart mit etwas auffälligem bevorzuge ich zu dieser Jahreszeit. Auch das eingebrachte Futter fällt in die Kategorie winzig. Kleine Sämereien, wie Hanf, Vogelfutter gepaart mit Groundbait und eine Hand 16mm GLM Bollen sind ausreichend. Die geschaffene größere Oberfläche und dadurch bedingt verbesserte Lockwirkung wird zum Erfolg beitragen.

 

Ach ja, öfters mal Angeln gehen muss man auch noch! Denn durch sporadische Ansitze wird man das Zeitfenster der fressenden Karpfen nur sehr schlecht herausfinden. Doch mit etwas Glück und wenn alles zusammen passt kann man auch so etwas erleben…

 

(Ein Spieglerbulle im Blütentraum... Herz was willst du mehr?!)

 

Lasst es krachen…

 

Marco

 

 

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