Die Hoffnung stirbt zuletzt (von Lars Wolfbeisz)

(Manchmal ist es so als hätte man die Seuche an den Fingern, doch das letzte was stirbt ist die Hoffnung…)

 

Das Jahr 2014 lief wie verhext, es wollte einfach nicht so richtig anlaufen. Die ersten Trips waren der volle Reinfall: Kälte Einbruch, Stürme und Hochwasser! Dann gab es wieder einen Trip, der besser gelaufen ist. Aber schon der nächste Ansitz war wieder ein Desaster! Ich konnte zwar ein paar Karpfen an den Haken bekommen haken, aber landen konnte ich jedoch keinen einzigen!

 

(Hohe Wasserstände und kühles Wetter machte das Frühjahr nicht einfach. )

 

Entweder ich verlor sie im Holz, an den Muschelbänken oder an anderen Hindernissen, die plötzlich da waren, wo eigentlich keine sein sollten. Kurzum: Ich schien 2014 einfach die Seuch an den Fingern zu haben.

 

(Es war nicht so als wäre ich nicht am Fisch gewesen: Sehen ist nicht gleich fangen. )

 

Ganze zwei Monate war es her als ich den letzten Karpfen fangen konnte, bevor es für eine weitere Tour nach Frankreich gehen sollte. Klar, dass ich mich mit gemischten Gefühlen auf den Weg machte, dennoch war ich irgendwie guter Dinge – die Hoffnung stirbt ja schließlich zuletzt.

 

(Zwei Monate hatte ich schon keinen Fisch gefangen als wir wieder nach Frankreich aufbrachen…)

 

Doch auf bei diesem Trip brachte der Delkim bis zum 5.Tag keinen Muckser heraus und ich fand mich schon damit ab, wieder als Schneider nach Hause zu fahren!

 

(5 Nächte gab der Delkim keinen Ton von sich! )

 

Am letzten Abend hieß es zum letzten Mal die Montage heraus paddeln. Ich suchte meinen Angelbereich extrem penibel ab und fand in 3,1m Tiefe eine tellergroße harte Stelle. Paar zerkleinerte Boilies oben drauf, das sollte reichen.

 

(Am letzten Abend stand ich neben den Ruten als der Bobin plötzlich begann zu wandern.)

 

Nach dem Abendessen stand ich neben den Ruten, als plötzlich der Bobin ganz langsam in Richtung blank wanderte! Nach dem Aufnehmen der Rute dachte ich erst, es sei nichts oder eine Brasse, aber mein Bruder meinte, ich sollte mal nach rechts schauen und erst da bemerkte ich, dass der Fisch in einem großen Bogen auf mich zu schwamm.

 

In ca. 20 m Entfernung kam er kurz an die Oberfläche und wir waren uns sicher, dass es ein Kleiner sei. Der Fisch zog vor unseren Füßen seine Bahnen und wollte einfach nicht hochkommen, doch nach ein paar Minuten war es dann soweit.

 

 

(53 Pfund: Wir dachten zunächst es wäre eine Brasse.)

 

Vor dem Kescher sah ich ihn das erste Mal richtig: Der war alles andere als klein! Schnell denn Kescher drunter geschoben und drin war er. Bei 26.5 kg blieb der Zeiger stehen, ich war überglücklich. All die vielen Blank-Nächte waren vergessen. So ist Angeln – manchmal läuft es, manchmal nicht, doch die Hoffnung stirbt zuletzt!

 

(So ist Angeln: Innerhalb von Minuten sind all die Blanknächte vergessen!)

 

Viele Grüße, 

 

Euer Lars

 

 

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