Französische Himmelfahrt (von David Clement)

(Uriger Flußbulle)

 

Durch den warmen Frühling war der Mai ein durchwachsener Angelmonat. Die Fische waren die meiste Zeit mit dem Laichen beschäftigt. Pünktlich zum langen Wochenende über Himmelfahrt sollte es endlich wieder für eine längere Session ans Wasser gehen. Im Vorfeld bereitete ich meinen Angelplatz am Fluss mit einer ordentlichen Ladung LT Fisch Boilies vor. Die letzte Ration flog am Mittwoch ins Wasser. Zu dieser Zeit standen am Fluss bereits einige Camps. So konnten die Fische nochmal auf meiner Stelle in Ruhe fressen, ohne gehakt zu werden.

 

Freitag ging es ans Wasser, um 18 Uhr lagen die Ruten. Beködert hatte ich zwei Ruten mit LT Fisch Boilies ummantelt mit Dickenmittel-Teig, an die anderen beiden hing ich einen 30 mm Dickenmittel Sinker und einen 24 mm Weightless Hookbait.

 

(David vertraut im Fließgewässer auf LT Fisch und Dickenmittel Boilies, am Haar auf Weightless Hookbaits.)


(Der Fluss ist voller Hindernisse, um einen der ganz Großen zu landen, muss man voll dagegen halten.)


Gerade als ich am Bivvy die Batterien meiner Funkbox wechselte, hörte ich ein aus der Ferne einen Bissanzeiger piepsen. Bereits nach 30 Minuten hatte ich den ersten Lauf auf der rechten Rute und was für einen. Ich musste voll dagegen halten, um den Fisch nicht in einen umgestürzten Baum flüchten zu lassen. Als er nach einer Weile das erste Mal vor mir hochkam, sah ich direkt, dass es sich um eine richtig dicke Mama handelte - yes! Um das Biest zu keschern rief ich einen Kumpel, der ein Stück weiter flussabwärts saß, doch er hörte mich nicht. Nach ein paar weiteren bangen Minuten bekam ich den großen Schuppi alleine gebändigt: 21,5 Kilo!


(Was für ein Schuppi... Obwohl die Laich noch nicht lange zurück liegt, steht der Dicke aus dem Fluss schon wieder bestens im Futter.)

 

(Breit wie ein Walross und 43 Pfund schwer..)


(Der Start in das Wochenende war geglückt - die Session jetzt schon perfekt ;-)


Nach dem spektakulären Start blieb die Nacht sehr ruhig. Erst um 6 Uhr in der Früh bekomme ich kurz nacheinander die nächsten Bisse von einer Reihe kleinerer Karpfen. Danach herrschte wieder für über 12 Stunden Sendepause. Doch das Ausharren sollte sich bezahlt machen. Nachdem ich nochmal kräftig nachgefüttert hatte, bekam ich ähnlich wie am ersten Abend einen sehr heftigen Run. Der Fisch kämpft wie ein Stier.

 

Unglaubliche zwanzig Minuten lang macht er mit mir was er wollte. Nur ganz langsam gewinne ich die Oberhand. Plötzlich läuft die nächste Rute ab – oh nein, auch das noch… Zum Glück kommt mir diesmal mein Freund zur Hilfe, den ich während des Drills mit dem Handy informiert hatte. Zunächst landen wir den zweiten Fisch mit 17 Kilo und anschließend das Monster mit über 25 Kilo! Ich bin aus dem Häuschen.

 

(Da ist es das Flussmonster, von dem ich lange geträumt hatte..)


(Volle Breitseite : 25 Kilo +)


(Ausnahmefische wie dieser haben einen immens hohen Stellenwert im Leben eines Flusskarpfenanglers.)


(Das ist er, der 17-Kilo-Fisch, der während des Drills mit dem ganz Großen biss.)


(Für die Hot-Potatoe-Fraktion ist auch was dabei.)


Nach dem sich die Aufregung bei uns am Ufer gelegt hatte, biss tatsächlich noch ein weiterer Dicker. Napoleon, ein echtes Original des Flusses gab sich die Ehre- ebenfalls über 20 Kilo schwer. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, was für Großfisch-Serien mit guten Boilies möglich sind – unglaublich.

 

(Napoleon, einer der ganz alten Kämpfer - ebenfalls über 20 Kilo schwer.)


Viele unvergessliche Momente am Wasser und viele Grüße aus Frankeiche wünscht euch David!

 

David Clement

 

Naturebaits Team France

 

 

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