Halbmonde, Puzzels und Dickenmittel-Bratpfannen (von Andreas Heinz)

(Dieser wunderschöne Spiegler mit „Puzzle-Beschuppung“ nahm einen 16 mm White-Lightning Pop Up, den ich mit Dickenmittel-Teig ummantelt hatte. Dadurch war der Köder fast schwerelos.)

 

Mitte November, nur kurz nach der Rückreise von Patrick und mir aus Frankreich, verbrachte ich zum Jahresabschluss einige Wintersessions an meinem Vereinssee. Die Wassertemperaturen waren mit 7°C noch relativ hoch, und obwohl ich mir in den Wochen zuvor keinen Winterplatz aufgebaut hatte, war ich zuversichtlich zum Erfolg zu kommen. Mir spielte der erfreuliche Umstand in die Karten, dass alle anderen Angler am See ihre Kescher offenbar bereits eingemottet hatten. Wegen des verhältnismäßig warmen Wassers und der „gähnenden Leere“ am See fütterte ich zur Vorbereitung meines Platzes zwei Mal wöchentlich eine recht große Menge von rund 1,5 kg 16mm Pro Nature GLM Boilies sowie einige große Klumpen Dickenmittel Teig.

 

(Ich fütterte zwei Mal wöchentlich 1,5 kg Pro Nature GLM Boilies in 16 mm sowie einige große Klumpen Dickenmittel Teig.)

 

(Auch beim Fischen kam dieses Gespann zum Einsatz)

 

Am 24. November 2013 startete ich die erste Session, und die steile Uferkante, an der ich mein Futter in Tiefen zwischen 3,5 und 5 Meter verteilt hatte, bescherte mir gleich vier Karpfen. Unter ihnen war auch „Halbmond“, ein sehr misstrauischer Fisch aus dem Urbestand des Gewässers. Ich hatte nur eine Nacht gefischt, ein perfekter Auftakt!

 

 (Bei meiner ersten Session fing ich vier Fische, unter Anderem „Halbmond“ mit 23,5 kg. Er ist ein sehr seltener Gast in „Anglers Kescher“.)

 

Mit dem Fangergebnis sehr zufrieden, behielt ich Platz und Futtertaktik bei. Im Verlauf der nächsten Session, Anfang Dezember, fing ich erneut vier Fische. Auch dieses Mal war wieder ein super Fisch mit über 20 kg dabei, ein absolutes Unikat, „bratpfannenrund“, wohlgenährt und offensichtlich einmal mehr verrückt nach Dickenmittelteig.

 

(Unverkennbar ist dieser 20 Kilo Fisch. Ein „bratpfannenrundes“ Unikat à la Dickenmittel!)

 

(Während meiner Sessions fütterte ich jeweils nur ein Händchen Boilies und ein bis zwei Klumpen Teig je um meine Hakenköder.)

 

(Dank dieser Taktik bekam ich bekam regelmäßig Bisse.)

 

Für meine dritte Session, Mitte Dezember, hatte ich erneut nur eine Nacht eingeplant. Die ganze Nacht über tat sich rein gar nichts. Früh morgens gegen 9:00 Uhr, ich lag noch im Schlafsack, gab der Bissanzeiger meiner rechten Rute drei kurze bleeps von sich. Ich streckte den Kopf aus dem Zelt und hielt nach tauchenden Blässhühnern Ausschau, jedoch Fehlanzeige. Kurz später wanderte der Hanger bis zum Blank. Ich stolperte aus dem Schlafsack und schlug an. Voll ins Leere! Aus den zurückliegenden Jahren weiß ich, das Karpfen im Winter oft sehr zaghaft beißen und gerade wenn sie nicht so richtig am Fressen sind kriegt man auch schon mal den einen oder anderen Fehlbiss. Nun gut, ich änderte die Montage, kürzte das ohnehin schon kurze Vorfach noch etwas ein und hing einen 16 mm Pop Up, ummantelt mit etwas Dickenmittel Teig ans Haar. Nur eine halbe Stunde nach dem Auswurf erfolgte ein Biss und ich fing einen wunderschönen Fisch mit knapp 16 kg. Ein super Jahresabschluss, was ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wusste.

 

(Ich kürzte das Vorfach und zog einen 16 mm White Lightning Pop Up auf’s Haar, ummantelt mit Dickemittel Teig. Nach einer halben Stunde fing ich den letzten Fisch des Jahres.)

 

(Kurz vor Weihnachten und zwischen den Jahren ging nichts mehr und es hieß „2013 ade“.)

 

Kurz vor Weihnachten und zwischen den Jahren machte ich jeweils noch eine kurze Nacht, beide Male ohne Erfolg. Warum? Keine Ahnung. „Manch emol steckt man afach net drinn“

 

Liebe Grüße und einen „dicken“ Start ins neue Jahr!

 

Andi Heinz

 

 

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