Das Frankreich ABC (von Dirk Wagner und Mathias Leonhard)

(Das ist Frankreich-Feeling: Sommer, Sonne und dazu einen schönen Eumel im Arm)

 

Im Grunde genommen ist es nicht schwer in Frankreich erfolgreich auf Karpfen zu fischen, solange man zwei, drei grundlegenden Faktoren beachtet. Zum ersten ist der richtige Spot für einen erfolgreichen Trip wichtig. Dieser Punkt ist daher für den Erfolg sehr ausschlaggebend, da wir davon überzeugt sind, dass viele Karpfen im Norden Frankreichs in großen Schulen umherziehen. Sitzt man also am falschen Platz, ist es auch mit dem besten Futter kein Problem als Schneider einzupacken und somit ohne Fisch wieder nach Hause zu fahren.

 

Um dies zu vermeiden, legen wir großen Wert darauf, einen Platz zu finden der uns beiden zuspricht und in den wir absolutes vertrauen haben. Um einen Platz zu finden, von dem wir überzeugt sind, nehmen wir auch gerne mal etwas mehr Zeit in Anspruch. Auch dieses Mal mussten wir zunächst einen ganzen Tag unseres Urlaubes dafür opfern, die richtige Location zu finden. So kam es, dass wir uns erst am vierten See sicher waren, erfolgversprechend unsere Fallen auslegen zu können.

 

(Matze und Dirk haben den richtigen Platz gefunden, es beißt... Der wichtigste Punkt des Frankreich ABCs ist die Location!)

 

(Links, Dirk Wagner mit Frankreich-Original: Two Tone mit reisigen Schuppen. Rechts, Mathias Leonhard mit Spiegler am Morgen.)


Haben wir einen Platz gewählt, der uns zwar zuspricht, aber dennoch keinen Fisch bringt, wird nicht lange gefackelt und spätestens nach 48 Std ohne Fischkontakt die Stelle gewechselt. Da man in Frankreich oft an Nachtangelzonen gebunden ist, passiert es häufig, dass man für einen Stellenwechsel auch gleich das Gewässer wechseln muss, weil unter Umständen alle anderen Stellen erfolgversprechenden Stellen belegt sind. So ist es schon vorgekommen, dass wir in einem Urlaub vier Mal das Gewässer gewechselt haben, um letztendlich zum Erfolg zu kommen. Da wir am liebsten im Sommer nach Frankreich fahren, wählen wir unsere Spots oft nach dem Bewuchs von Wasserpflanzen aus. Dort wo viel Kraut im Wasser steht, gibt es jede Menge natürliche Nahrung für unseren Zielfisch und somit sind die Karpfen oft nicht weit.

 

(Der erste Kracher für Matze. Im Sommer haben die Fische nicht ihr Höchstgewicht aber dafür mächtig Hunger.)

 

(Dirk legt ordentlich nach... )

 

(Und setzt mit diesem Koffer nochmal einen drauf... uuufff!)

 

(Matze mit einer langen, kräftigen und stark beschuppten Maschine. Übrigens: In ganz Frankreich ist das Sacken verboten. Fotos bei Nacht funktioneiren mit etwas Übung prima wie man sieht.)

 

Nun zum zweiten ausschlaggebenden Punkt: das Futter. Die französischen Stauseen sind die Heimat für viele verschiedene Arten von Fischen und nicht nur die Karpfen können dort extrem groß werden. Auch Schleien, Brassen und Rotaugen gibt es in kapitalen Größen und alle habe es auf unsere Köder abgesehen. Um an diesen Fischarten vorbei zu angeln, verzichten wir komplett auf Partikel und Pellets und verwenden nur eine Köderart, nämlich Boilies. Diese enthalten zudem keine süßen Mehle und sind somit für Beifänge nach unseren Erfahrungen weit weniger interessant.

 

Das heißt, wir verwenden im Sommer nur Boilies in den Größen 24mm und 30mm. Es ist auch kein Problem zwei 30er Knödel am Haar anzubieten, falls es immer noch zu viele Beifänge geben sollte. Ein weiterer Vorteil von Boilies in diesen Größen ist, dass man nicht Unmengen von Futter mitschleppen muss. Für eine Woche genügen in der Regel 15kg 24mm und 5kg 30mm Boilies pro Nase. Wir achten sehr auf Qualität und auf die Frische unserer Boilies und sind uns sicher, dass auch dieser Faktor eine entscheidende Rolle spielt, ob man erfolgreich ist oder nicht. Seit mehreren Jahren fischen wir erfolgreich die Faktor-P Boilies von Naturebaits. Diese lassen wir uns ohne Konservierungsstoffe frisch abrollen. Mit diesem Boilie haben wir für jede Situation einen Köder im Gepäck, welcher unser vollstes Vertrauen hat.

 

(Faktor 2 für einen erfolgreichen Urlaub in Frankreich ist das Futter. Dirk und Matze setzen seit Jahren auf Faktor P)

 

(Besonders die Ködergröße, Frische und der Fischmehlanteil spielen eine Rolle. Selektive Köder bringen Karpfen.)

 

 

(Dirk und Matze sind sich sicher: Wer ihr ABC befolgt, erlebt nicht nur einen schönnen, sondern auch einen erfolgreichen Trip.)

 

Wer bei seinem Frankreichtrip im Sommer auf diese drei Punkte achtet (Location, Ködergröße und Köderqualität) wird in der Regel nicht nur einen schönen Urlaub erleben, sondern auch ein paar schöne Karpfen fangen.

 

Wir konnten bei unserem letzten Trip im Juli 2014 mit dieser Taktik in 7 Tagen 26 schöne Karpfen überlisten und blieben von nervenden Beifängen verschont. Und das obwohl wir sogar Echolot und GPS zu Hause vergessen hatten...

 

Übrigens: Unsere Nachbarn fingen nur zwei Karpfen dafür aber jede Menge Schleien und Rotaugen. Vielleicht lag’s am Futter ;-)

 

In diesem Sinne: Viel Erfolg in Frankreich wünschen euch Dirk und Matze.

 

 

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