Der „Attractor-Küchenchef“ (von Andreas Heinz & Tobias Lofi)

(Bei Wind und Wellen lief es wie bekloppt. Am zweiten Morgen, 18 Runs später, war der Spuk jedoch bereits vorbei.)

 

Kein Jahr ist wie das andere, und wenn man dieses Frühjahr mit dem im letzten Jahr vergleicht, wird dies ganz deutlich. Die Natur erwachte zwei Monate früher als üblich und im März knallte das Thermometer bereits auf über 20°C. Da Tobi und ich noch zahlreiche Überstunden hatten,die wir abfeiern mussten, starteten wir kurzfristig einen achttägigen Trip nach Südfrankreich.

 

Auch der Blick auf diverse Wetterseiten im Internet, welche vorhergesagt hatten, dass uns zu Beginn des Urlaubes ein warmer, starker Wind bis Böe 7 und Mitte des Urlaubes ein Wettereinbruch bevorstehen sollte, hielt uns nicht davon ab, unsere Sachen zu packen. Wir starteten mitten in der Nacht, um möglichst früh vor Ort zu sein, und einige Gewässer und Plätze abzuklappern.

 

(Leider stimmte die Wettervorhersage. Ab Tag drei herrschten schlechte Verhältnisse. Nun plagten wir uns mit original „Aprilwetter“ herum.)

 

Uns war das Glück hold und so konnten wir unseren bevorzugten Platz, eine flache Bucht, in die der warme Wind hineindrückte, beziehen. Unsere Vermutung, dass sich die Fische in den flachen Buchten aufhalten, wurde direkt beim Aufbauen durch die ersten Fischaktivitäten bestätigt. Die ersten beiden Nächte konnten wir dank der nahezu perfekten Bedingungen für unseren Platz insgesamt 18 Bisse verbuchen.

 

(Der warme Wind fegte fresswillige Karpfen in unseren Angelbereich. Während der guten Phase fütterten den gesamten Bereich flächig mit Fresh Water Boilies.)

 

(Tobias mit schönem Schuppi - von dieser Liga konnte er einige auf die Matte legen.)

 

(Es lief! Tobi fing in unserem Futterfeld zahlreiche Schuppis.)

 

(Spiegler waren seltener Gast auf unserer Matte.)

 

Leider war die Wettervorhersage präzise und so kam an Tag drei der befürchtete Wettersturz. Nun waren wir Starkregen und Hagelschauern ausgesetzt. Eigentlich ganz typisches für in Anbetracht der Jahreszeit. Die Temperaturen vielentagsüber auf um die 10°C, und nachts hatten wir teilweise Frost. Auch der Wind ließ nach, was für diesen Platz das frühzeitige K.O. hätte bedeuten können. „Jain“, denn ein besserer Spod war unserer Ansicht nach nicht in Aussicht. Wir hielten an dem Spod fest.

 

(So ein Mist: „Heutzutage kann man sich nicht einmal mehr auf die Unzuverlässigkeit der Wetterdienste verlassen“.)

 

Da wir nun eher mit umherstreifenden, als mit wild fressenden Fischen rechneten, stellten wir die Futtertaktik um. Liquids und Boiliemix, welche wir anfänglich nicht benötigten, wurden aus den Taschen geholt und zum Präparieren der Boilies und anmischen von Teig eingesetzt. Die Boilies wurden gecrunshed, mit Liquid behandelt und der Teig um einen kleinen Schneemann herumgeknetet.

 

(Nach dem Wettersturz rechneten wir mit umherstreifenden, statt wild fressenden Fischen. Deshalb stellten wir unsere Taktik auf wenig Futter, gecrunchte Boilies, Liquids und Pop Ups um, sprich geballte „Attraktor-Futterfallen“.)

 

 

(Die Taktik ging auf. Wir legten mehrmals am Tag die Ruten um und fingen hier und da immer wieder Fische auf unsere „Attraktor-Futterfallen“.)

 

 

Mit Umstellung der Taktik und dem täglichen umlegen von mehreren Ruten konnten wir in den folgenden 6 Nächten immer wieder Bisse provozieren, unteranderem in einer Nacht sogar die 2 besten Fische des Trips. Ein weiterer Blick auf die Wetterseiten sagte voraus, dass der Wind die nächsten Tage weiterhin sehr schwach sein soll, es aber hier und auch mal die Sonne durch die Wolken schafft. Wir hofften darauf, dass sich die Fische durch die sich zeigende Sonne nochmals die flachen Bereiche aufsuchen und wir weiterhin Fische fangen würden.

 

(Die Sonne zeigte sich. Wir waren zuversichtlich und hofften auf etwas „Dickes“.)

 

(Andi in seinem Elemet. Gewichte stemmen)

 

(Die zwei größten Fische des Tips, beide „Two Tones“ und beide über 20 Kilo schwer. Auch diese Fische fielen auf unsere „Attraktor-Futterfallen“ herein.)

 

(So muss das aussehen! Dann war der Fang gewichtig!)

 

(Alle Daumen hoch, Tobi, alias „Attractor-Küchenchef“ war mehr als zufrieden.)

 

Am Ende konnten wir mit knapp über 30 Fischen zufrieden die Heimreise antreten. Nun, bei dem allzu aprilhaften Wetter würden wir wieder genauso vorgehen. Wir raten euch daher, es in den kommenden Aprilwochen auch einmal mit Attractors, Pop Ups& Co. zu versuchen.

 

(Und noch ein stämmiger „Two-Tone“ für Tobi. Das Frühjahr ist die Zeit für „Attractor-Küchenchefs“, so viel ist klar.)

 

Bis dahin,


Andreas Heinz und Tobias Lofi

 

 

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