Stiff meets weightless (von Christopher Paschmanns)

(Hauptsache weit raus am Carpa-Sens)

 

Mitte September verbrachte ich fünf Tage am Carpa-Sens-See in Frankreich, etwa eine Stunde südlich von Paris. Grund war ein Treffen mit dem gesamten Marketing Team von Korda Europe und Danny Fairbrass, Darrel Peck und Tom Burns aus UK. Danny und Darrel hielten ein dreiköpfiges Kamerateam für den Dreh der neuen Free DVD auf Trapp. Wir anderen lernten uns kennen, fotografierten, filmten und: ANGELTEN!

 

(Ihn tauften wir Zipper...)

 

Ich habe bereits zweimal am Rainbow Lake gefischt und eine März-Tour für eine Rute&Rolle-Recherche an ein anderes, kleines, kommerziell bewirtschaftetes Gewässer gemacht. Beide Seen waren aber eher untypische Paylakes. Carpa-Sens ist typisch: mit 18 Hektar mittelgroß, sehr stark beangelt, mit einem guten Bestand an Karpfen, nur werfen erlaubt. Für mich war das eine völlig neue Angelsituation, in die ich mich erstmal einfinden musste. Denn anders als üblich hatten die Karpfen dort kein Interesse an Features wir Kanten, Bereichen mit schlammigerem oder besonders hartem Boden und den vielen überhängenden Bäumen. Die einzige Holding Area des Sees war die Mitte, also der Bereich, in dem die Fische nicht angeworfen werden konnten. Je weiter Du also werfen kannst, je weiter Du vor allem füttern kannst, desto besser sind Deine Chancen.

 

(Gut gerüstet für weite Würfe..)

 

Für einen eher ungeübten Werfer wie mich, der meistens vor den Füßen fischt oder sein Boot benutzt, war die Situation neu. Im Laufe der fünf Tage verbesserte ich meine Wurfkünste deutlich und schaffte es auch – dem Rückenwind sei Dank – die Boilies mit dem Wurfrohr auf die nötige Distanz von  deutlich über 100 Meter zu bringen. Mein groß angelegter Futterplatz auf volle Weite wurde dann auch angenommen und brachte einige Fische bis 43 Pfund.

 

(Fangen stand natürlich auch auf dem Auftragszettel!)

 

(Der Reißverschluss-Karpfen im Detail!)

 

Zu Beginn aber rettete mich eine andere Taktik, die ich so noch nicht ausprobierte. Ich fischte einen Dickenmittel Weightless Hookbait als Single Hookbait ohne jegliches Beifutter so weit draußen, wie ich nur irgendwie werfen konnte. Dazu bespulte ich eine Rolle mit 0,30er Adrenaline und feuerte ein 4oz Tournament Casting Blei an der 3,5 lb Rute voll durch. Das einzig wichtige für mich war, dass sich mein Vorfach ja nicht verheddert. Also wählte ich Fluorocarbon Rigs. Und um Zeit zu sparen, knotete ich zum ersten Mal in meinem Leben ein fertig Gebundenes aus der Packung an: das IQ D-Rig von Mr. Fairbrass höchstpersönlich. Von denen hatte ich eh satt für Produktfotos dabei und Danny versicherte mir, dass es mit ausbalancierten Ködern einfach unschlagbar ist.

 

(Der Name ist Programm)

 

(Das IQ D-Rig lässt sich auch selbst binden)

 

(Meine Top-Kombi)

 

Die Weightless Hookbaits kenne ich schon seit den ersten Samples, die mir Jan mal Stolz in die Hände drückte. Und sie haben mir verteufelt viele Runs gebracht. Doch ein schwereloser Boilie verhält sich eben anders, als so ein typischer 25er Sinker. Selten hatte ich bei meinen Rigs einen guten Hakensitz beim Angeln mit den Weightless-Ködern. Am Carpa-Sens wollte ich sie trotzdem unbedingt als Single Hookbaits einsetzen, da sie sich völlig von dem unterscheiden, was andere Angler ohne Beifutter fischen: auffällige Pop Ups, bunte Maiskörner & Co. Die Dickenmittel Hookbaits sind hochwertig, senden ihre attraktive Botschaft, liegen auf dem Grund, sind eben farblich nicht auffällig und passen mit ihren 25 Millimetern Durchmesser nicht ins Gefahrenschema der Fische.

 

(Dickenmittel fängt auch Beautys...)

 

Danny hatte recht, der ausbalancierte Köder am IQ D-Rig brachte nicht nur jede Nacht Fische, alle waren sie perfekt gehakt. Ich verlor nicht einen Fisch auf diese Kombi im Drill – trotz der 3,5 Pfund-Stöcke ohne erkennbare Biegekurve. An den letzten beiden Tagen wurde auch der Futterplatz voll angenommen. Doch die Weightless Hookbaits brachten weiterhin fleißig ein bis drei Fische im Laufe der Nacht und der ersten Morgenstunden – top! Obwohl mein Platz nicht zu den beliebtesten am See gehörte, erzielte ich mit 20 Runs das zweitbeste Ergebnis in den fünf Tagen. Danny fing gut doppelt soviel, aber er ist ja auch der Boss ;-)

 

(Einer von vielen 18-Kilo-Fischen)

 

Einen schönen Restherbst noch wünscht Euch,

 

Christopher Paschmanns

 

 

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