Der härteste Job Frankreichs...

(Der größte des Trips brachte es auf 23,5 Kilo)

 

Am Ende eines Berichts steht oft das „Ergebnis“…

 

Der Regen lässt nach, ein kurzes Wetterloch erhellt den See, kurz darauf macht es piieep, piieep, pieep. Wieder kommt der Biss während einer Regenpause, und wieder sind es nur wenige Piepser, die den Dropback anzeigen. Wir schrauben uns gegen den mäßigen Wind in Richtung Fisch. Er schwimmt uns entgegen. Es ist bereits der zweite Biss in „dieser“ letzten Nacht unseres 11-tägigen Trips

 

(Die „Teignummer“, neuerdings oft im Einsatz! Dickenmittel rules…)

 

Noch bevor wir über dem Fisch sind, setzt der Regen wieder ein, und mit ihm auch dieser tückische Wind! Die Wellen werden größer und größer, eine dunkle Szenerie! Dunkel vor allem deshalb, weil unsere Erinnerung „SIE“ so finster erscheinen lässt. Erst vor zwei Tagen hatte es uns erwischt. Wir nutzten eine Regenpause um die Köder zu erneuern, eine seltene Gelegenheit während unseres Aufenthalts. Beim Ablegen der zweiten Rute, auf dem Rückweg zum Ufer, überraschte „ER“ uns. Wie aus dem „Nichts“ peitschten Windböen über das Wasser, und binnen weniger Sekunden schwappten Wellen in das Boot. Nicht einmal 150 Meter trennten uns von dem rettenden Ufer, doch es erschien aussichtslos! Ein paar Schreie verhallten im Wind „Kurbel die Montage ein! Es geht keinen Meter vorwärts! Sch…!“. Wenig später war sie eingekurbelt, und wir versuchten mit dem Wind in Richtung Ufer zu gelangen, leicht schräg zur Drift. Einige Hundert Meter unterhalb vom Angelplatz schlugen wir ein, geschafft!

 

(-6°C, die Wassertemperatur im Oberflächenbereich fiel von 14°C auf gerade einmal 9°C)

 

Demut stellte sich ein. Der Mensch ist verdammt klein im Angesicht der Naturgewalten! Ich denke an den „Härtesten Job Alaskas“, dass hier ist der „Härteste Job Frankreichs“. Doch die Gedanken verschwimmen, als wir endlich über dem Fisch sind. Er versucht mit aller Gewalt in die Baumwurzeln am Gewässergrund zu gelangen! Es ist ein richtig Guter! Dieses Mal verschont uns der Wind, und kurz darauf gleitet ein schöner Schuppi in das Netz, der Beste des Trips. Noch während der Heimfahrt diskutieren wir über die Widrigkeiten, die Gefahren, das Erlebte. Am Ende eines Berichts steht oft das „Ergebnis“, doch der Weg dorthin bleibt meistens im Argen.

 

(Der erste Fisch des Trips biss in einer klaren, windstillen Nacht, es war „suckin cold“!)

 

(Zitat Patrick Dorner: Richtige Männer brauchen keine Heizung! Komischerweise waren sie alle da…)

 

(Nur einen von sieben Fischen verloren, dank Unterwasserposen und Fox-Clips mir Wirbel-Arretierung)

 

(Der sinkende Wasserstand offenbarte den ganzen Nahrungsreichtum im Gewässer)

 

(Markus Lamprecht schrieb auf Facebook: man andi,du weisst ja fische von dem gewässer zählen doppelt!!!)

 

(Lasst es einfach wirken und stellt euch vor wenn diese Krautberge durch den Wind in Bewegung geraten.... )

 

Bis bald, Andi und Patrick

 

 

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