Der Dicke und das Dickenmittel

(Da steht mir die Freude ins Gesicht geschrieben von so einem Fisch habe ich lange geträumt!)

 

Es war Ende April 2011, als ich mein ganz besonderes Erlebnis mit dem so genannten „Dickenmittel“ hatte. Meinen ersten Kontakt zu diesem mystischen Mittel hatte ich letztes Jahr. Ich kann mich noch genau daran erinnern, ich besuchte mal wieder den Meister Jan um ein paar Boilies abzuholen. Nach ein bisschen Fachsimpeln und Geschwätze über dies und das, holte er einen Kanister ohne Aufschrift und öffnete den Deckel. Eine extrem bissig riechende Flüssigkeit stieg mir in die Nase. Natürlich fragte ich sofort, was das denn für eine Flüssigkeit war. So etwas hatte ich zuvor nämlich noch nie gesehen, geschweige  denn gerochen. Dunkel und Ölig war diese Substanz, ganz anders als diese komischen Liquids, welche man aus dem Angelladen kennt. Die Zeit verging und plötzlich konnte man auf der Page, in Facebook, usw. außergewöhnliche Fänge betrachten. Tja und wenn man sich diese Fänge dann anschaut, kann man sich auch erklären wieso diese Substanz auf den Namen „Dickenmittel“ getauft wurde, dies konnte ich mir nach diesen Tagen sogar noch besser erklären.

Ich hatte gerade eine entspannte Session in Frankreich hinter mir, als die Temperaturen langsam begannen zu steigen. Das Wetter war die letzen Wochen über ziemlich wechselhaft und unbeständig und es wollte einfach nicht richtig warm werden. Dieser Tag kam dann endlich, aber zuvor saß ich schon drei Nächte am Wasser und es wollte nichts passieren. Das Thermometer schoss auf 32°C hoch. Dies übertrug sich dann natürlich auf das Wasser und die Oberflächentemperatur stieg von 13°C auf 16°C an. Die Fische fingen endlich an zu fressen. Timo fragte mich, ob er zwei Hände von den Fresh-Water Boilies „Dickenmittel“ Inside haben durfte, da er sie auch mal testen wollte. Die Rute legten wir dann genau an einem Seerosenfeld ab, zwei Hände Murmeln drauf und es dauerte gar nicht lange, als diese Rute ablief. Das Resultat war ein wuchtiger 17,5kg Spiegler.

 

(Timo Horneff mit gutem Spiegler)

 

Dieser Fisch brachte den großen Wendepunkt der Session. Der nächste Morgen war gekommen, es wurde gerade hell als das erste Mal die Rute ablief. Ein 16kg Spiegler glitt in den Kescher.

 

(Auch andere schöne Fische konnten wir fangen)

 

 Es war aber nur der Vorbote gewesen. Nachdem der Fisch wieder in seinem Element war, wurde noch kurz gefrühstückt. Nach dem Frühstück, mussten natürlich wieder die Ruten punktgenau abgelegt werden. Unser Platz der Begierde war eine Kante die von 4,70m auf 3,50m verläuft. Das Schwierige daran war, dass sich hinter dem Platz ein großes Krautfeld befand, deshalb mussten wir im Drill unser Können unter Beweis stellen. Gestärkt wollten wir uns nochmal ein paar Minuten auf die Bedchairs hauen, als plötzlich beide Ruten abliefen. Es war ein Doppelrun wie er im Buche steht, beide Swinger klebten an den Blanks und ich schnappte mir die linke Rute. Schnell den Kescher ins Boot gefeuert und dann ging es auch schon dem Fisch entgegen. Meine Rutenspitze tanzte nur so vor sich hin und ich spürte gewaltige Kopfschläge in meinem Blank. Das muss ein Dicker sein, sagte ich zu meinem Kumpel Timo. Bevor ein schöner langer Drill vorbei war, musste ich erstmal gegen das Kraut ankämpfen, in welches er natürlich sofort hinein geschwommen war. Ein klasse Gefühl war das, als dieses große Stück Land dann endlich an der Wasseroberfläche in mein Kescher glitt. Fätttttzzzzzzscher (auf Deutsch Vierziger) rief ich nur über den ganzen See als ich diesen Brocken in dem Kescher begutachten konnte. Also schnell zurück an Land, Fisch abhaken, Waage tarieren und dann hoch mit der Wage. Der Zeiger bewegte sich zwischen 22kg und 24kg, als er dann bei exakt 23kg stehen blieb.

 

(Auch "Stück Land" genannt)

 

Mann war das geil! Das war genau der Moment, an dem mir die Wirkung von „Dickenmittel“ bestätigt wurde.

 

(Das U-Boot)

 

Das Erfolgsrezept war eine Kombination aus Groundbait, welches mit Liquid gepimpt wurde, einem Schneeman aus einem 20mm „Dickenmittel“ Boilie auf dem ein 16mm Natural Pop Up war. Diese Kombi wurde dann noch abwechselnd in Incubator und Liquid gedippt. Diese Produkte aus der Fresh-Water Reihe sind alle auf einander abgestimmt und ich bin einfach ein Fan davon. Der Zweite Fisch aus dem Doppelrun, entpuppte sich als wunderschöner halb Zeiler. Ist das nicht geil? Eine Rute Kilos und ein Beauty, welche im gleichen Moment ablaufen. Das muss man sich mal vorstellen...

 

(Mein Vertrauen genießt dieses Futter absolut - ich habe lange genug gesehen wie es produziert wurde!)

 

Im Laufe des Tages konnten Timo und ich noch zwei Fische mit 15kg und 16kg auf die Matte legen. Das waren dann aber auch die letzten Fische dieser erfolgreichen Session. Aber das Jahr ist ja glücklicherweise noch lang.

 

(Schöne Stunden am Wasser zusammen mit Timo - was noch kommen wird?)

 

Bald ist schon wieder Sommer und die Laichzeit kommt dann auch demnächst. Es lohnt sich die Fische zu beobachten und den Moment abzuwarten Sie fertig mit ihrem Laichgeschäft sind, denn dann haben sie Kohldampf. Und dann heißt es raus ans Wasser!

 

Bis bald,

Giuliano Nella

 

 

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