Wer hat nur das ganze Kraut bestellt?

(Für solche Fische nehme ich die Mühen auf mich - immer und immer wieder gerne!)

 

Aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen ist gerade in den letzten zwei bis drei Wochen das Kraut gerade zu explodiert. Spots die ich das ganze Jahr problemlos befischen konnte sind jetzt ein undurchdringbarer Urwald. Selbst ein Kraut-Weg-Füttern will nicht so richtig funktionieren. Leider krallte sich das Kraut auch die Mehrzahl meiner Fische. In einer Nacht mit 10 Runs, konnte ich lediglich zwei  5kg Racker mit 20kg Zusatzgewicht in Form von erlesenen Unterwasserkräutern in den Kescher ziehen. Die anderen Fische bohrten sich einfach in den Urwald und waren mit meinem Oldschool-Fein-Angeln-Besteck nicht rauszubekommen.

 

(Das feine Besteck musste den Arbeitstieren weichen. Tauchzeug: Seit kurzem meine Begleitung beim Fischen. Aber nicht immer will ich sehen wie es unter der Wasseroberfläche ausschaut)


Ich verabscheue eigentlich das Tauchen und habe es bis Dato immer für überflüssig gehalten, aber die Umstände drängten mich einen Blick unter die Wasseroberfläche zu riskieren. Wahnsinn, die Welt unter der Oberfläche ist faszinierend und frustrierend zu gleich. Zum einen sieht man seine Spots ganz genau und zum Anderen wird einem klar in was für einem Schlamassel man fischt.

 

(Hauptsache - es beißt!)

 

Der beim Auswerfen ach-so-krautfreie Spot entpuppt sich beim Blick unter Wasser als feiner hochgewachsener englischer Rasen. Trotzdem bissen dort Fische. Manchmal ist es einfach besser nicht zu wissen was dort unten ist. Je mehr Informationen, desto mehr Auswahlmöglichkeiten und schon steht man mitten in der Qual der Wahl.

 

(55mm geflochtene Schlagschnur rasiert jeden Krautstengel ab.)


(Pro Nature GLM in 30mm. Große Köder sind schwerer und erreichen eher den Gewässergrund.  35lbs Monorig und ein 4er Terminator Haken – so sollte ich die Jungs aus ihrem Kraut ziehen können. Die mit den neuen Liquids Liver und Garlic 'n' Big-Fish behandelten Boilies sollten dadurch auch in der kleinsten Krautlücke zu finden sein.)


(Der erste Schuppomat im Kescher. Das grobe Besteck hat ihn nicht abgeschreckt. Und ein Tischtennisballvertilger... )


(Tischtennisballvertilger de Luxe)


Fakt war, dass andere Geschütze aufgefahren werden mussten um dem Kraut die Stirn zu zeigen. Die 2,5lbs Balistas wurden gegen die 3,5lbs Wurfbretter getauscht, Die feinen SS3000 gegen die Ultegra Arbeitstiere. Die Weitwurfoptimierte 30mm Schnur gegen eine 38mm Schnur, kombiniert mit der Waller-Kalle 55mm geflochtenen Snagleader.

 

(War da das Dickenmittel im Spiel? Der Kurzurlaub im benachbarten Ausland brachte  dann die Jakobs Kröung der Tischtennisballvertilger in der super heavy deluxe Version. Zwar fast 30 Pfund leichter als mein PB, aber das Ziel der Ziele endlich gefangen. Unbekannt und namenlos.)


Als Köder drehte mir Jan etliche Kilos feinste Pro-Nature GLM Tischtennisbällein 30mm. Meine Theorie für die großen Boilies war: Durch das Gewicht fallen diese eher in die krautfreien Zwischenräume und erreichen so besser den Gewässergrund. Da ich sonst eher die feinen und kleinen Köder benutze, musste  ich mein Rig ebenfalls umbauen. 35Lbs Monorig mit 4er Terminator Haken und die besagte 55mm geflochtene Schlagschnur. Es funktionierte und ich verlor keinen Fisch mehr… dafür verlor das Kraut an Dichte. Die dicke geflochtene Schlagschnur rasierte die Krautstengel schön ab.

 

(Da rechts im Bild ist ein Sonnenschein. Die Ältern unter euch kennen bestimmt die Sommer mit Sonne bestimmt noch. Aber keine Angst, dieser Sonnenstrahl war zehn Mnuten später weg und es regnet wieder…wie jeden Tag in 2012.)


Und was passiert zur Zeit? Die Krautblüte ist anscheinend vorbei – das grüne Zeugs verschwindet auf einmal wieder. Super, jetzt wo ich ein Mittel gegen das Zeugs gefunden habe!

 

C‘ est la vi, c’est la peche

 

Peter  

 

 

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