Qualität zahlt sich aus

(24,5 Kilo aus dem südfranzösichen Lac de St. Cassien)

 

In der heutigen Zeit des Karpfenangelns entscheidet vieles über den Fangerfolg, die Qualität des Futters ist jedoch ein ganz wichtiger Faktor. Doch warum ist das so?

Die Antwort ist ganz einfach, schauen wir uns mal am Wochenende an unseren Gewässern um, so werden wir feststellen, dass überall haufenweise Bivvys stehen. Und an vielen Gewässern ist selbst in der Woche genauso viel los, wie an den Wochenenden. Es liegt somit auf der Hand, dass sich der Angeldruck innerhalb der letzten 10 Jahre enorm verstärkt hat. Die älteren und größeren Fische werden seit nun mehr als 20 Jahren regelmäßig gefangen und haben somit schon vieles erlebt.

 

(Zwei dicke Spiegler aus Deutschland)

 

Gerade in Gewässern, wie dem Lac de St. Cassien herrscht an 365 Tagen im Jahr Angeldruck, es landet alles an Ködern und Futter im Wasser, was der weltweite Angelmarkt zu bieten hat. Das Endresultat ist, dass die Karpfen die Möglichkeit haben zu selektieren, d.h. sie fressen oftmals nur noch die qualitativ hochwertigeren Boilies. Viele Angler kaufen sich jedes Jahr einen neuen Satz Ruten und Rollen, aber gehen mit absolut gammeligen Billigködern ans Wasser!? Warum wird Geld für unnützes Zeug verprasst aber am Köder gespart? Letzten Endes ist doch der Köder das Wichtigste überhaupt, immerhin sorgt er dafür, dass wir Karpfen fangen!

 

(23 Kilo aus dem Cassien)

 

Bei den Boilierezepten hat jeder seine Geheimnisse, aber ein guter Mix sollte von allem ein bisschen beinhalten… Milchproteine, Fischmehle, eventuell noch ein wenig pflanzliche Mehle zum Strecken und natürliche Extrakte dürfen auf keinen Fall fehlen. Wichtig ist das man immer möglichst frische Mehle verwendet, ranzige überlagerte Fischmehle sind das schlimmste was es gibt! Generell sollten immer wasserlösliche Zutaten im Mix enthalten sein, sie sorgen dafür, dass der Boilie gut arbeitet, d.h. die Attraktoren waschen sich aus und es entsteht eine Lockwirkung.

 

(22,5 Kilo Herbstspiegler)

 

Gerade wer im Spätherbst und Winter erfolgreich sein will, sollte dieses bei seiner Köderwahl berücksichtigen. Gute wasserlösliche Attraktoren sind Fischprotein, GLM- Extrakt, Milchpulver, Bierhefe oder das legendäre Leberextrakt, solche Zusätze gehören einfach in einen guten Boiliemix. Sie sorgen dafür, dass selbst im kalten Wasser noch genug Reize vom Köder ausgehen.  Besonders empfehlen kann ich das predigest Fischprotein, es ist super wasserlöslich und das zu einem fairen Preis.

 

(Wenn das Futter so arbeitet klappt es bei der richtigen Präsentation meist auch mit dem großen Fang)

 

Im Dezember 2011 konnte ich noch ein paar schöne Fische überlisten, und das obwohl die Wassertemperatur nur noch bei  5°C lag. Meine Plätze setzte ich schon einige Tage vor dem Angeln unter Futter und am Angeltag brachte ich nur noch ein paar Ballen Groundbait sowie den Hakenköder auf den Spot aus. Die Fische wussten ja durch das Vorfüttern, dass sie auf meinem Platz Futter finden würden, aber am Tag des Angelns wollte ich sie natürlich nicht sättigen sondern schnellstmöglich fangen und dafür ist die Benutzung von Groundbait in Kombination mit einem single- hookbait  einfach unschlagbar.

 

(handfeste Argumente für die handverlesene Wahl des richtigen Materials)

 

Wenn alles passt, sind die langen und kalten Winternächte doch ganz gut zu ertragen und machen Spaß- außer zum Fototermin, da frieren dann die Hände ab :-)

 

Grüße…

Fabo

 

 

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