Tag Team back again...

(Tag Tag team back again...)

 

Das erste Halbjahr 2012 ist längst rum und so richtig wollte sich der Sommer bis jetzt nicht blicken lassen. Ob auf sieben trockene Jahre wirklich sieben feuchte Jahre folgen? Wie dem auch sei,  der Sonnenschein wird sich irgendwann auch wieder blicken lassen. Alles Gute wiederholt sich. Patrick und ich z. B., fischen seit Anfang des Jahres endlich wieder regelmäßig zusammen. Die letzten drei Jahre hatte mein Bubb einen ziemlich vollen Terminkalender, er hat geheiratet, eine Fortbildung abgeschlossen, nebenbei seinen Ganztagsjob abgewickelt und dann im letzten Jahr in einen neuen Job übernommen in den er sich jetzt einarbeitet. Endlich hat er wieder Zeit für seinen alten Herren – Tag team back again!

 

(Ich hätte nie geglaubt das Windstille so gut tut! Auf Regen folgt Sonnenschein)

 

Bis jetzt konnten wir zwei Touren ins benachbarte Ausland realisieren, wie immer verfolgt vom Chaos, und vom Glück des Fleißigen. Alles Gute wiederholt sich. Bei unserer ersten Session im April lief zunächst alles perfekt, zu perfekt für unseren Geschmack. Wir kamen morgens entspannt und ohne Verzögerung am Gewässer an, die Karte war binnen weniger Minuten gezogen und am See war nichts los. Schnell hatten wir einen schönen Angelplatz gefunden und die Ruten aufgebaut.

 

(11 kg Schuppi nach 2 Stunden angeln, irgendwie nicht normal! Kaum waren wir am neuen Platz angekommen, da wuchs das laue Lüftchen zu einem ausgewachsenen Sturm heran..)

 

Wie so oft wenn man diesen blöden Fehler macht den Angelplatz ohne Blick aufs Echolot auszuwählen, entpuppt sich dieser als Niete. Anfängerfehler! Und das nach all den Jahren. Da soll mir doch lieber die Banane absaufen. Trotz dieser bescheidenen Stelle fing Patrick nach zwei Stunden den ersten Fisch, einen 11 kg schweren Schuppi direkt am Ufer auf der einzigen einigermaßen passablen Stelle die wir dort fanden. Morgens dann noch einen von gleicher Größe. Statt sitzen zu bleiben wechselten wir am Morgen trotzdem die Stelle. Wir waren uns einig darüber, dass auf diesem Platz nicht viel zu holen sein würde. Unser neues Ziel war eine flache Bucht die Patrick bereits am Vortag anlachte. Kaum waren wir dort angekommen, da frischte der Wind auf, und zwar so heftig dass wir zunächst die Montagen nicht ablegen konnten.

 

(20,5 kg „Sturm-Spiegler“, Pro Nature GLM rules)

 

(Hoher Vierziger, ab gefangen am krautfreien „Karpfenpfad“)

 

Nach zirka drei Stunden flaute der Wind etwas ab und wir schafften es, genau eine Rute abzulegen bevor er wieder Fahrt aufnahm. Diese eine Rute lag keine Stunde, da pfiff sie schon ab, und ich fing einen Spiegler mit 20,5 kg auf einen Pro-Nature GLM / Orange Lightning Schneemann! Der ganze Bereich war mit heranwachsendem Kraut gespickt, dazwischen immer wieder krautfreie Flächen und Kanäle. Hier waren wir richtig.

 

(Warten auf eine kurze Flaute.... Alles Gute wiederholt sich)

Wir fingen die ganze Woche über jeden Tag drei bis fünf Fische, meistens bei starkem Sturm, selten bei Flaute. Der Wind war Fluch und Segen zugleich. Als krönenden Abschluss bretterte uns in der letzten Nacht ein Orkan von gefühlten zwölf Windstärken frontal in die Visage, wie ich ihn selbst am Lac de Salagou noch nicht erlebt habe. Um 1:00 Uhr in der Nacht brachen wir die Zelte ab und verschwanden, vorerst!

 

(Karpfenfang im Schleudergang. Um 1:00 Uhr in der Nacht brachen wir die Zelte ab, vorerst!)

 

Im Juni waren Patrick und ich dann an einem anderen, riesigen und für uns neuem Gewässer unterwegs. Mit vier Tagen hatten wir relativ wenig Zeit zur Verfügung, zumal dieses Männergewässer eher dünn besetzt ist. Der positive Aspekt war, dass da nichts war. Keine Menschenseele war weit und breit zu sehen.

 

(Dieser Schuppenrüssler hatte das Futter inmitten von „glibberig-grünen“ Bodenkraut gefunden)

 

An solchen Seen mit geringem Fischbestand greifen wir bevorzugt auf Fresh-Water-Boilies, Groundbait, Fresh-Water Liquid und auffällige Neon Pop-Ups zurück. Die maximale Lockwirkung auf alles was Flossen hat ist damit garantiert.

 

(Die Fresh-Water Range, maximale Lockwirkung mitten im Kraut! Der zweite Fisch nach sechs Stunden am neuen Gewässer)

 

Nach Ankunft erfolgte das Ablegen der Ruten bei völliger Dunkelheit. Die Ringe unter den Augen waren dick als wir uns um zwei Uhr nachts endlich zufrieden ablegten. Schon vier Stunden später fing Patrick einen hochrückigen Schuppenrüssler, und nach weiteren zwei Stunden den nächsten Speckmann inmitten von 30 bis 40 Zentimeter hohem Bodenkraut auf einen White-Lightning-Schneemann. Die Freebaits waren in der „glibberig-grünen“ Unterwasserwiese komplett verschwunden und vom Köder war nur noch die Spitze des weißen Pop-Ups zu sehen. Die attraktiven Baits wirkten. Alles Gute wiederholt sich.

 

(Im Bodenkraut fingen wir ausschließlich Karpfen. Krautfreie Bereiche brachten  unerwünschte „Schleimer“)

 

Bemerkenswert war, dass wir auf dem ersten Platz inmitten von Bodenkraut ausschließlich die zwei Karpfen, auf den krautfreien Flächen hingegen keinen einzigen. Stattdessen fingen wir dort einen Wels nach dem anderen.

 

(Drei Plätze in vier Tagen. Die Ringe unter den Augen waren groß, größer am größten)

 

Wieder war nur eine Rute produktiv und daher entschlossen wir uns, zu moven und noch krautigere Bereiche zu suchen. Zwei Umzüge später und mit noch dickeren Ringen unter den Augen fanden wir schließlich ein paar Karpfen. Am letzten Morgen verlor Patrick einen weiteren Fisch und ich konnte endlich mein „Kräuterschweinchen“ in den Kescher bugsieren. Alles Gute wiederholt sich. Zufrieden schlossen wir auch diesen Trip erfolgreich ab.

 

(Die Karpfenbucht. Alle guten Dinge wiederholen sich!)

 

(Männer so sieht's aus wenn es gebissen hat!)

 

Alles gute und bis bald,

 

Andreas Heinz

 

 

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