Neun Tage Frankreich...

(Wer will schon ein nasses Boot im neuen Auto haben?)

 

Es war soweit der seit langen erwartete Tag des ersten Urlaubes mit mir und meiner Frau trat ein. Und was ist besser geeignet für einen wundervollen Liebesurlaub, als eine Woche bei 30 °C am Strand liegend und natürlich nur ganz nebenbei ein bischen angeln ;-).

 

(Für allerlei nutzbar das Invader I - Simon ist hellauf begreistert und will es nicht mehr missen.)

 

Völlig uneigennützig konnte ich diese Vorstellung in den Gehirnwindungen meiner Freundin verankern und wir fuhren in einen romantischen Liebes(angel)urlaub. Als wir nach ein paar Stunden Fahrt nun endlich in Frankreich angekommen waren, war ich endlich froh an unserem Ort des (Liebes)- Angelurlaubes angekommen zu sein. Stelle suchen, Sachen auspacken, Boot bepacken und los gehts!!! So hatte ich es mir zumindest vorgestellt... Als ich dann jedoch feststellte, dass an meinen 330 cm Boot eine Paddelhalterung fehlte, fiel mir ein, dass da doch noch ein Punkt auf der ToDo List war... Naja dann halt eine Woche alles mit dem Invader 1.  Und so entschieden wir uns zunächst einmal, für die ersten zwei Nächte, eine Stelle zu befischen, die man mit dem Auto anfahren konnte. Wer hat schon Bock mit einem leeren 160 cm Boot ein vollgepacktes 330cm Boot zu ziehen? Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, war, dass mir diese Tortur nicht erspart bleiben würde.

 

(Stimmung am Wasser mit der besseren Hälfte genießen - wer träumt davon nicht?)

 

Und so ging es von statten Aufbauen, Ruten beknickern loten und und und... Dabei war ich durchaus froh, dass meine Freundin dabei war. Denn wer hätte gedacht, dass sie genau so reinholzt wie ich und fleißig am schleppen und aufbauen war. Herrlich, vorallem die einrichtung des Zeltes. Ich glaube so ordenlich habe ich noch nie gehaust. Als die  Ruten auf unterschieldichen Entfernungen ausgebracht waren, ging es an den entspannten Part. Bei einem Gewässer mit der legendären Badewannenstruktur, ohne jegliche Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit oder markanten Stellen, verteile ich meine Ruten einfach auf verschiedenen Entfernungen und schau mal wo die Rüssler so rumdümpeln. Und so vergingen die Nächte...

 

(Ruten ablegen, Drillen, Keschern, die Arbeit geht einem nicht aus)

 

Die ersten Zwei mit nunja ganzen 30 Brassen... In der dritten Nacht lief dann endlich mal eine Rute richtig ab! Und ich glaubte es nicht, es war die meiner Freundin... (Zur Info: Sie hat sich eine ausgesucht und alles selber fertig gemacht, unter Anleitung versteht sich.) Naj, ich meine sie schläft eh, dann werd ich den Braunen mal rauskurbeln. In dem Moment dieses Gedankens hörte ich nur "Finger weg von meiner RUTE!!!!!" und während ich mich umdrehte sah ich ihre zierliche Gestalt nur an mir vorbei sprinten... Da wurde wohl jemand vom Karpfenvirus gepackt. Und so war ihr der erste Fisch der Session vergönnt mit 18 KG...

 

(Sie strahlt... oder sie ist angewiedert. Nur diese zwei Möglichkeiten gibt es für eine Frau beim ersten Kontakt :-) )

 

Ich muss zugeben von seiner eigenen Frau einfach mal so abgezogen zu werden ist schon Hart. Und so vergingen die Tage. Jeden Tag legte ich mehrere Kilometer mit dem Invader 1 zurück. Bei Wind und Wetter bei Wellgängen jenseits von gut und Böse, aber es hielt mir seine Treue. Immerhin etwas, auf das man sich verlassen kann. Und irgendwann hieß es dann moven. Nunja und da ich kein Bock hatte das Auto wieder zu bepacken, schmiss ich die Sachen dann in das große Boot und zog sie mit dem dem Invader 1 zur anderen Seeseite. Blöd nur dass ich die Strecke mal vollkommen unterschätzt habe und mal fröhlich und lustig zwei Stunden bei Dauerregen und extremsten Gegenwind über den See paddelte und  dabei ständig dieses zwei Tonnen schwere Boot hinter mir her schleppte.... Glaubt mir Krämpfe in den Armen sind wundervoll... An der neuen Stelle verbrachten wir dann noch ein paar Tage an denen sowohl sie, als auch ich einige schöne Karpfen fangen konnte. Unter anderem lieferten mir die Yellow Lighning Pop-Ups in Verbindung mit dem Fresh Water Groundbait und ein paar gepimpten ECO-Boilies noch einen der ganz großen des Sees  (in 70 cm Wassertiefe angeboten ;-) ) .

 

(Passt!)

 

Die letzten zwei Urlaubstage verbachten wir auf einem naheliegenden Campingplatz und fischten nur noch Tagsüber. Schließlich wollte sie nach 7 Tagen auch mal duschen und ich wollte natürlich Deutschland im Halbfinale der Europameisterschaft sehen. Auch Tagsüber konnten wir am Badestrand noch ein paar Braune überlisten. Dabei ließ ich das kleine Invader 1 einfach aufgepumt und schnürte es einfach jeden Abend auf mein Autodach. Da es so leicht ist, bekommt man es auch problemlos alleine runter vom Dach. Insgesamt war der Urlaub zufriedenstellend verlaufen, jedoch gab es noch eine große Überraschung

 

(Auch das ist eine große Überraschung!)

 

Auf dem Heimweg sagte dann meine Freundin etwas, was ich nie erwartet hätte: "Wann fahren wir in den nächsten Angelurlaub?" Immer wieder gerne =).

 

Viel Erfolg

 

gruß Simon

 

 

4 Artikel

pro Seite

Gitter  Liste 

In absteigender Reihenfolge

4 Artikel

pro Seite

Gitter  Liste 

In absteigender Reihenfolge