Frankreich - Back again!

(Kalter Wind, Hochwasser und inaktive Fische, nicht immer läuft alles glatt)

 

Bereits im April starteten wir unseren ersten Frankreichtrip, der leider Erfolglos blieb. Sehr hohe Wasserstände, sehr niedrige Wassertemperaturen und ein enormer Andrang an Karpfenanglern waren ausschlaggebend für eine Session ohne auch nur einen Fischkontakt. Schon im Frühjahr war klar, wir würden wiederkommen, denn so einfach wollten wir nicht aufgeben. Ende Juli waren wir wieder im Norden Frankreichs und waren gespannt, wie sich die Seen in den knapp 3 Monaten verändert hatten. Mit im Gepäck hatten wir die bewährten Fresh Water Boilies, aber auch eco lt Boilies, die beiden neuen Boiliesorten Wild Orangen und Wild Berry und, bei mir ein „must have“, eine gute Auswahl an grellen Pop ups.

 

(Von 12mm-18mm, da ist man für jede Situation gewappnet)

 

Die Bedingungen waren nicht die Besten, ähnlich wie in Deutschland herrschten auch hier Temperaturen über 30°C und der Wind flaute während unserer Session zunehmend ab. Erschwerend hinzu kam, dass die Wasserstände nicht wie erwartet gesunken, sondern nach wie vor recht hoch waren. Im Gegensatz zum Frühjahr, wo der komplette See von Angler überseht war, stand dieses Mal lediglich ein Camp am ganzen See, was uns froh aber auch gleichzeitig misstrauisch stimmte, denn es musste ja einen Grund dafür geben, das hier nichts los war. Waren die Fische etwa nicht aktiv und wir waren schon wieder zum falschen Zeit am richtigen Ort? Etwas Ungläubig fuhren wir noch ein weiteres Gewässer in der Nähe an, kehrten jedoch dann an unser Zielgewässer zurück und beluden das Boot. Der Vorteil war, dass wir unseren Angelplatz frei wählen konnten, da mittlerweile auch das Camp der anderen Karpfenangler verschwunden war und so entschieden wir uns für den flacheren Bereich des Sees. Da wir mit nur einem Auto gekommen waren, war auch nur Platz für ein „normales“ Schlauchboot und das Invader 1. Also hieß es zu 2, mit Batterie und e-Motor ins Invader kuscheln und das große Boot inklusive Tackle bis zur Nachtangelzone ziehen und das bei leichtem Gegenwind und wolkenfreiem Himmel. Irgendwann erreichten wir dann doch noch das andere Ufer und das Aufbauen unter der prallen Französischen Sonne folgte.

 

(Viel Wasser – Viele Möglichkeiten, am Ende brachte Long Range Fishing den Erfolg)

 

Wir beschlossen verschiedene Taktiken zu probieren, große Futterplätze zum Einen und kleine Fallen im Kraut zum Anderen. Egal ob die Fische aktiv durch den See ziehen sollten oder doch nur träge im Kraut stehen würden, so sollten wir doch realistische Chancen haben dieses Mal einen Fisch zu Gesicht zu bekommen.

 

(Schöne Falle fürs Krautloch, mit Fresh Water und Orange lightining)

 

Bereits in der ersten Nacht bekam ich einen Lauf auf eine Rute die ich in Krautnähe abgelegt hatte. Nachdem ich den Fisch aus den dichten Unterwasserdjungel befreien konnte, konnte ich schließlich einen schönen Schuppi keschern.

 

(Schöner, langgezogener Schuppi, gebissen auf ein 20mm Yellow lightining Pop up)

 

Auf den großen Futterplätzen hatten wir nur vereinzelte piepser, allerdings schien sich kein Fisch zu haken. Als wir am Morgen die Ruten kontrollierten wurde uns klar, das sich kleine Weißfische über unsere Boilies hergemacht hatten. Auch in den anderen beiden Nächten zeigte sich kein Karpfen mehr auf den großen Futterplätzen, dafür gab es jede Nacht einzelne Piepser und morgens dann kleine schleimige Überraschungen. Tagsüber tat sich gar nichts. Erst mit Einbruch der Dämmerung kam der Nächste Fisch, erneut steckte er im Kraut doch am Ende war ich der Sieger und ein schöner Two Tone landete in den Maschen des Keschers. Ich legte die Rute direkt wieder ab und fuhr mit dem Fisch im Schlepptau zurück zum Camp. Nach ein paar Fotos durfte der Fisch wieder schwimmen und nur wenig später lief die Rute erneut ab. Wieder ein schöner Schuppi.

 

(Super Fisch, leider eine kleine Verletzung am Kopfbereich)

 

(Noch so ein Pop up Liebhaber…)

 

In der Nacht wiederholte sich das gleiche Spiel noch einmal, jedoch war der Fisch dieses Mal kleiner.

 

(Der Vorerst letzte Franzose)

 

Nach der erfolgreichen 2ten Nacht entschieden wir uns mehr auf die krautigen Bereiche zu konzentrieren. Der Wind schwächte zunehmend ab und es wurde noch heißer. Tagsüber verloren wir noch einen Fisch im Kraut, aber in der letzten Nacht tat sich gar nichts mehr. Früh am Morgen, um der größten Hitze zu entfliehen, packen wir unsere 7(000) Sachen und machten uns auf die Heimreise. Wir fingen für die vorherrschenden Verhältnisse nicht schlecht, allerdings kann man sicherlich bei besseren Bedingungen deutlich bessere Ergebnisse erzielen und so ist auch klar, dass es nicht unser letzter Frankreichtrip für dieses Jahr gewesen ist.

 

Schöne Grüße,

 

David Tessmer

 

 

7 Artikel

pro Seite

Gitter  Liste 

In absteigender Reihenfolge

7 Artikel

pro Seite

Gitter  Liste 

In absteigender Reihenfolge