Simon Steinkraus im Urlaub

 

Ich war mit meinem Freund Daniel seit langem mal wieder ein paar Tage fischen. Der gemeinsame Urlaub stand an. Für uns war es wichtig, dass wir mal wieder ein bisschen entspannen konnten, die Natur genießen und dabei vielleicht noch den ein oder anderen schönen Fisch fangen können. Schließlich hatte ich das erste Mal dieses Jahr Urlaub! Die Köderfrage war für mich klar, für ihn jedoch noch nicht so ganz. Erst nachdem sein bevorzugter Boilie Händler kurzfristig aus Urlaubsgründen nicht liefern konnte und Jan mal ganz spontan einsprang, fischte er das erste Mal in seinem Leben Naturebaits kugeln. Ich war gespannt wie die Boilies bei ihm ankamen und freute mich endlich mit ihm  in Richtung Urlaubsort zu starten.

 

 

Und so kam es dann auch, nach ein paar Stunden Fahrt wurde erst einmal der See erkundet und nach anderen Karpfenanglern Ausschau gehalten. Fehlanzeige! Der gesamte See war anglerfrei. Herrlich, entspannter ging es nicht. Keine Menschenseele nur wir und die Natur. Wir steuerten zuerst ein Flachwasserbereich an in der Vermutung das wir dort ein paar Fische überlisten können, mal davon abgesehen ist dies eine der optisch schönsten Stellen am See! Und so machen wir es uns gemütlich und ließen die Zeit bei ein zwei Bier verstreichen und erzählten uns Geschichten aus vergangener Zeit ;-). Die ersten zwei Tage waren blank, wie auch sonst in diesem für mich doch sehr komischen Jahr. Folglich zogen wir zum anderen See teil weiter, in dem das Wasser bedeuten Tiefer war. Dort angekommen wird mir bewusst, dass ich seit ca. 3 Monaten keinen Karpfen mehr gefangen hatte und ich schon ein wenig am verzweifeln bin. Wie soll man das auch einfach so wegstecken? Am Anfang des Jahres konnte ich machen was ich will, ich hatte immer gefangen! Und dann von jetzt auf gleich nichts mehr drei Monate, drei lange Monate kein Fisch gesehen. Daniel ging es auch nicht besser, er hat das ganze Jahr über nur bescheiden gefangen und war auch nicht grader in der „ich bin Sieger und unbezwingbar“ Laune. So versanken wir in unseren Stühlen an unserer neuen Stelle in gegenseitiger einvernehmlicher Depression und erfreuten uns dem restlichen Teil des Lebens der zumindest nicht ganz so mies vor sich hinlief. Man glaubt es kaum aber in solchen Phasen hilft es einfach nur weiterzumachen. Anders geht es nicht. Und so kam es dann am nächsten Tage auch, wir machten weiter und bekamen tatsächlich seit Ewigkeiten mal wieder einen Biss. Daniel durfte ran und beendete seine, wie er sagte „ ich zähl schon nicht mehr die Zeit“ Blankserie mit einem schönen Spiegler von 15 Kilo. 

 

 

Zack zwei Stunden später steht er wieder da mit krummer Rute und landet einen fast 18,8 Kg Spiegler zum zweiten. Ich freute mich riesig. Nun machte sich aber das kleine Männchen tief im Inneren bemerkbar das immer schreit: „Ich will auch!!!“. Es musste aber erst einmal noch ein bisschen warten, denn Daniel begann mich einfach mal so gnadenlos abzuziehen. Nicht das ich böse darum war, im Gegenteil ich freute mich endlich mal wieder Karpfen zu sehen. Als ich dann am nächsten Tag noch nen wunderschönen Aussteiger hatte fühlte ich mich in meiner überragende „ ich fang eh nichts Einstellung“ bestätigt. Egal wenigsten Daniel fing! Dann kam eines dieser Erlebnisse die echt einzigartig sind. Doppelrun!. Klar, jeder hatte schon mal nen Doppelrun. Aber dieser war echt einmalig, weil meine Funke nen Piep von sich gab und Daniels Bissanzeiger leuchtete. Was erst einmal für allgemeine Verwirrung sorgte, denn Carpsounder und FOX RX laufen eigentlich nicht auf der gleichen Frequenz.  Tja als dann jedoch beide Ruten vom ersten Piep bis zum Vollrun wirklich absolut Synchron arbeiten waren wir aufgeklärt. Nach kurzer Zeit beendete ich meine 3-4 Monatige Blankserie mit einem wunderschönen Fullyscale .

 

 

Ich hatte meinen Fisch im Kescher und traute mich mal zu Daniel rüber zu schauen. Der Stand immer noch mit seiner Rute in der Hand am Ufer und gab mir unmissverständlich zu erkennen, dass der Fisch bereits seit gut 10 min. unaufhörlich Schnur von der Rolle zieht und es langsam knapp wird mit seiner Spule. Das Ende vom Lied war ein „kleiner“ Wels mit ca. 130-150 cm (geschätzt). Wir entließen ihn ohne Foto zurück ins Wasser. Tja und wie sollte es auch anders sein in diesem Jahr hatte ich in den nächsten 2 Tagen meine Sternstunde mit unter anderem einem schönen Fisch über 20 Kilo und danach wieder nichts. Daniel fing im weiteren Verlauf immer wieder Fische mal 2 am Tag mal keinen. Ich blieb blank. Was soll man machen? Manchmal ist es eben verhext. Aber dennoch darf man sich nicht beschweren =).

 

 

Euch viel Erfolg!

Gruß Simon

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