Fur die Carpers nur das Beste

 

Als wissbegieriger „Selbstdreher“ suche ich immer nach Alternativen, um den Köder noch attraktiver für die Karpfen zu gestalten. Durch die nunmehr länger als 13 Jahre andauernde Freundschaft zu „Naturebaits-Member“ Peter und seinem direkten Draht zu Jan wollte und konnte ich mich den Innovationen aus dem Ködersektor nicht verschließen. Gerade Peters Fänge hoben sich im vergangenen Jahr exorbitant von der breiten Masse ab. Das konnte ich nicht zulassen und es blieb mir gar nichts anderes übrig, als dieses komische Ei-Ersatz-Pulver ausgiebig zu testen!

 

Mein Mix verhielt sich beim Abdrehen zunächst etwas störrisch, wollte ich diesen doch in seiner ursprünglichen Zusammensetzung nicht verändern um wirklich den Einfluss vom Nyco bewerten zu können. Doch schon eine geringe Erhöhung des Kohlehydratanteils, in meinem Fall Reis- und Maismehl, ergaben die gleiche Konsistenz, wie bei der klassischen Verwendung von Eiern.

 

Ich verwendete 5,5 % Nyco und die Pillen wurden doch entgegen meiner Vermutung wirklich richtig hart! Um nicht zu sagen steinhart! Vielleicht hätte ich die zusätzlichen 3,5 % Egg-Albumin doch besser weggelassen sollen…

Das Zeug funktionierte also und gespannt ob derer Wirksamkeit gingen die Murmeln auf die Reise ins gelobte Land. 14 Tage Picknick und 25 kg Boilies im Gepäck, das ganze Alleine und unkonserviert, hatte ich ein gutes Gefühl als ständigen Begleiter und das sollte sich rückblickend als absolut ausreichend und richtig herausstellen. Lieber 1 kg hochwertiges Futter als 10 kg Schrott…

 

(Die 2 Wochen Picknick bleiben unvergessen)

 

Diese 14 Tage bleiben unvergessen und ich hatte einen ersten, sehr positiven Eindruck gewonnen. Das was mich damals und auch heute noch wirklich fasziniert hat, sind 2 Dinge:

 

1. der Geschmack

2. wie der Boilie arbeitet


Entgegen dem klassischen Ei-Bait schmeckt der Nyco-Boilie wesentlich natürlicher nach seinen Ingredients. Diverse geschmacksintensive Zutaten stechen deutlicher hervor und werden nicht mehr durch das Ei geschmacklich überlagert. So sind gerade die 2 % GLM wesentlich besser herauszuschmecken und ich behaupte mal, dass dieses nicht nur bei mir der Fall ist! Davon abgesehen, die 10-12 Eier, welcher sich ein guter Fisch bei der Verkostung von 2 kg Baits innerhalb von ein paar Stunden einverleibte, sind nach meinem Kenntnisstand nicht wirklich von diesem zu verwerten. Nach dieser Theorie steigt somit auch die Verdaulichkeit bzw. Verwertbarkeit des Köders für den Fisch!

 

(Nyco-Sympathisant mit 24kg…)

 

Ein weiterer und für mich auch essentieller Aspekt bei der Boilieherstellung ist die Härte des Köders. Klar, weiche Köder arbeiten besser, so die allgemeine Meinung. Aber wer fischt denn heutzutage wirklich noch steinharte Köder? Nyco macht es definitiv möglich und zwar in einer Art und Weise, wie ich es bis dato nicht kennen gelernt hatte. So waren bei der Verwendung von Ei die Knödel je nach Mix und Egg-Anteil zwar auch steinhart, blieben es aber auch oft genug noch nach vielen Stunden im Wasser und zwar vollständig. OK, in bestimmten Situation genau das was ich will! Die Funktionsweise von Nyco sieht hingegen völlig anders aus. Bei einem mit Nyco abgerollten Baits ist bereits nach wenigen Stunden der äußere Kern richtig weich, hingegen der Kern noch als fester, steinharter Teil den möglichen Attacken von ungeliebtem „Kleinzeugs“ standhält. Ohne die zusätzliche Verwendung von Egg-Albumin ist jedoch auch dieser Kern nach einer Nacht super durchgeschwemmt und der Köder vollständig ausgewaschen. Somit habe ich ausschließlich durch das Verhältnis Nyco/Egg eine sensationelle Möglichkeit, die Härte des Köders zu regulieren und zwar auch, nachdem dieser 12 Stunden oder länger im Wasser gelegen ist.

 

Mittlerweile habe ich verschiedenste Kombinationen ausprobiert und verwende je nach Situation mal mehr oder weniger Egg-Albumin. Momentan setzte ich 3% Nyco im Mix ein, muss jedoch mindestens noch einmal die gleiche Menge Egg-Albumin einsetzten, das sich der Bait ansonsten zu schnell auflöst. Für die langen Herbstnächte, wo ich auch mal einen Köder gerne länger als 36 Std. im Wasser arbeiten lasse, erhöhe ich daher sowohl den Nyco- als auch den Egg-Anteil auf jeweils 4 %.

Dieses sind sicherlich nicht allgemeingültige Vorgaben, hängen sie doch erheblich von der allgemeinen Zusammensetzung des Futters ab, aber für meinen Knödel optimal.

 

(…und sein ständiger Gefährte. Er biss nur 1 Stunde später)

 

Wie komme nun gerade ich als überzeugter „Background-Player“ dazu, in die Öffentlichkeit zu gehen und meine Erfahrungen mit Nyco-Meth zu publizieren? Ganz einfach, tue Gutes und sprich darüber! Seit 15 Jahren habe ich keine vergleichbare Zutat (außer vielleicht GLM…) kennen gelernt, welche einen Köder derart positiv beeinflussen kann. Dass der Innovation-Award an Jan bzw. Nyco verliehen wurde, bestätigt meine persönlichen Erfahrungen. Die in diesem Jahr gefangenen 20kg+ Fische hätten das Kreuz bei der Stimmvergabe an derselben Stelle gemacht!

 

Ich muss ehrlich gestehen, niemals zuvor einen derart effizienten Köder gefischt zu haben. Meine Jungs wissen, dass es bei mir seit der Verwendung von Nyco-Meth richtig kracht und in 2011 so viele Biggies wie nie zuvor in meinen Kescher geguckt haben. Zufall? Mag jeder selbst bewerten…Fakt ist, dass Ich mich bestimmt niemals wieder im Aldi mit einem Einkaufwagen voll Eier zum Deppen der Nation machen lasse!

 

Nur Dicke,

der Picknicker

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