Ein neues Abenteuer

 

Schon zeitig im Frühjahr habe ich über die laufende Saison nachgedacht und mir einige Ziele und Ideen ausgedacht. Eines davon sollte wieder mal nach langer Zeit ein von mir bekanntes und schon mal befischtes Gewässer sein, liegt allerdings schon fast 5 Jahre zurück…

 

 

Die Vorbereitungen waren bald abgeschlossen, Jan hat mich vorab mit gutem Futter versorgt und so lag es nur an mir, daraus gute Schmankerl bzw. Pralinen zu fertigen. Das ganze passierte dann an einem Nachmittag und ich hatte da so an die 80kg Trockenmix verarbeitet und schonend gedämpft. Da wurde von mir ein Spezialmittelchen nach dem anderen verwendet… Ach Quatsch, alles so wie es der Jan auch liefert, feinste Ware, da braucht man nix mehr dazu, wenn man möchte kann man vielleicht noch ein Extrakt oder einen Flavour für die eigene Note dazugeben, braucht es allerdings nicht. Abgerollt habe ich Faktor P und Freshwater Mix.

 

Beim Herstellen schwöre ich auf das Dämpfen, den gegen über dem Kochen wird da fast nix rausgeschwemmt, was an wasserlöslichen Bestandteilen im Mix vorhanden ist. Außerdem erhalte ich eine perfekt arbeitende Kugel, die in den ersten 12h die meisten Attraktoren freigibt und so einen für mich optimalen Bait darstellen. Will ich Kugeln haben, die ich auch 48h ohne Bedenken liegen lassen kann, erhöhe ich einfach den Anteil an Nyco Meth 2000, und habe noch immer den maximalen Effekt, den ich erzielen will. So einfach ist das! Wenn nur alles so einfach wäre…! Für alle die das auch mal probieren möchten, ich gebe gewöhnlich zwischen 6-7% auf jeden Mix vom Nyco Meth dazu, wenns mal härter sein soll, ca. 10%, auf den Kilo Mix jeweils.

 

 

Nach 3 Tagen in der Trockenkammer habe ich dann meine Murmeln in Säcke abgepackt und mit Salz konserviert, somit habe ich jederzeit frische Baits ohne Konservierungsmittel. So halten die Kugeln bei mir bis zu einem Jahr, wobei bei mir noch nie ein Sack länger als 2-3 Monate im Keller lag!

Nach unendlichen Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden war es nun endlich soweit, Ende Juni gings ab nach Ungarn, genauer gesagt ca. 70km nach Budapest.

Die Wettervorhersage war eigentlich super gewesen, alles perfekt für einen Badeurlaub… Na super dachte ich, jedoch sollte dies meiner Vorfreude keinen Abbruch tun.

 

Nach 5h Autofahrt wobei wir mitten durch Budapest fuhren, waren wir an den Ufern des Sees angelangt. Dort wurden wir auch von den Besitzern herzlichst empfangen und wurden über die aktuellen Regeln und Fänge der letzten Tage in Kenntnis gesetzt. Berauschend waren die Fänge nicht, da ich das Gewässer aber schon mal befischt habe, erhoffte ich mir doch den ein oder anderen Biss. Bis am Abend hatten wir dann unseren Platz auf einem Schwimmplateu bezogen und uns in der Blockhütte gemütlich gemacht. Plätze suchen und ausloten war schnell erledigt. Jedoch hatten wir ziemlichen Wind, sodaß ein exaktes Auslegen unmöglich war, noch dazu ist der See mit zahlreichen Hindernissen in Form von Büschen, Bäumen und Stümpfen übersät, was die Sache auch nicht einfach macht.

 

 

Am zweiten Tag nutzte ich eine Windpause und verteilte alle meine Ruten genau dorthin, wohin ich sie haben möchte und das Warten auf den ersten Biss begann.

 

 

Die Plätze hatte ich mit unterschiedlichen Taktiken befüttert. Es kamen die Faktor P und Fresh Water Boilies zum Einsatz, die ich teilweise auch mit Groundbait anfütterte, oder die Boilies auch mit Faktor X Liquid und Bait Attractor verfeinerte. Ebenso dippte ich einige Kugeln in Salmon Oil, da die Wassertemperatur schon 23 Grad betrug und ich mir so eine Lockwirkung quer durch alle Wasserschichten erhoffte. In der Zwischenzeit wurde einiges an Kulinarischem gekocht und der Tag wurde mit einem Glas Wein begossen. Das Wetter war jedoch ganz und gar nicht nach Badewetter, sondern meistens bewölkt, windig und es regnete ab und zu. Dem Fischen tat dies kein Abbruch, jedoch fürs Drillen und Boot fahren es alles andere als perfekt. Wer schon mal in Ungarn bei Wind gefischt hat, weiß wovon ich rede…

 

Es dauerte nicht lange und der erste Biss wurde verzeichnet. Nach einem schier unendlichen Drill konnte der erste Bulle verhaftet werden. Durch den hohen Sauerstoffanteil im Wasser fällt der Drill um einiges härter aus als normal und die Fische kämpfen bis zum Umfallen. Nach einigen Fotos durfte er wieder Schwimmen. Die Boilies wurden von den Fischen gut angenommen und so ging es weiter, die ganze Woche. Absolutes Highlight und besonderer Liebhaber der Faktor P Boilies mit einem Pink Lightning Poppi war ein ca. 16kg schwerer Wels, den ich in der Woche insgesamt 3x (!!!) auf diese Kombination, aber an unterschiedlichen Plätzen fing.

Alles in allem bin ich mit der Woche mehr als zufrieden und habe einige schöne Fische landen können!

 

Wünsch euch allen nur Dicke und erfolgreiche Sommermonate,

 

Euer Josef

 

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